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…und sie lauern überall – Bakterien, Viren, Pilze…

 

Hier hilft nur ein intaktes Immunsystem – das gilt es zu pflegen – oder wieder zu erlangen.

Leider sieht der Alltag so aus: Umweltgifte, Zusatzstoffe in Lebensmitteln (heute ja eher „Nahrungsmittel“), Ernährung durch industriell gefertigte Produkte, Fleisch und Wurst aus verseuchter Massentierhaltung, Stress, Antibiotika und andere Medikamente bedrohen täglich das mikrobielle Gleichgewicht und damit auch unsere Haut.

Chronische Hauterkrankungen, allergische Hautreaktionen sind auf dem Vormarsch.

In unserer Praxis stehen dazu 2 Sätze im Vordergrund:

  • Vorsorge im eigentlichen Sinne und Eigenverantwortung
  • Erst messen – dann handeln.

Ein intaktes Immunsystem – wie Sie in unseren Beiträgen immer wieder lesen können – wird zu nahezu 80% im Darm gebildet und verwaltet.

Im Gespräch gehen wir darauf ein: was macht, wie reagiert Ihr System? Wie oft sind Sie erkältet, wann hatten Sie das letzte Mal Fieber? Wie funktionieren Ihre 3 Ausleitungssysteme Haut, Leber, Niere?

Was sagt Ihre Zunge dazu (chin.Zungendiagnostik)? Was sagen Ihre Blutwerte, welche Antwort gibt Ihr Stuhlbefund?

Heute gerne ein paar Bemerkungen zu Darm und Haut; sie hängen eng zusammen.

Vor allem bei chronischen Hauterkrankungen muss stets der Darm einbezogen werden wenn ein langfristiger Erfolg erreicht werden soll.

Wie schon oben erwähnt spielt unser Immunsystem eine entscheidende Rolle – im besten Fall (auch das gibt es heute erfreulicherweise noch) hält es mit Hilfe nützlicher Bakterien krankmachende Keime in Schach.

Es wird umgekehrt jedoch auch vom Mikrobiom beeinflusst und gerät das Darm-Mikrobiom (die Besiedelung mit Bakterien) aus der Balance, kann das zu Hautkrankheiten führen: veränderte Hautflora, Akne, Neurodermitis, Urticaria – auch zu allergischen Hautreaktionen.

Nochmals zur Darmschleimhaut. Ist die Schleimschicht (Mucin) auf der Darmaschleimhaut zu dünn (das kann man messen) oder gar durchlässig (Leaky Gut), dann dringen unerwünschte Fäkalstoffe tiefer in die Schleimhaut und letztlich in den Körper ein. Sofort entstehen Entzündungen – teils unterschwellig und chronisch (Silent inflammation), der Teufelskreis beginnt: Hautveränderungen, Unwohlsein, Unverträglichkeiten, Schlappheit, Energieverlust).

Wer dann Hautveränderungen nur mit äußerlichen Mitteln oder mit Kortison, Antihistaminika und anderen „Anti“Mitteln bekämpft ist auf dem Holzweg. Kurzfristig können Symptome besser werden – ist aber weit von einem nachhaltigen Erfolg entfernt.

Daurauss folgt doch logischerweise dass es bei chronischen und allergischen Hauterkrankungen unerlässlichist den Darm in das Konzept einzubeziehen.

Grundlage/Grundvoraussetzung ist ein Stuhlkontrolle bei der wir viele Keimarten und auch den pH Wert untersuchen lassen – und nach einigen Tagen wissen wir was gezielt zu tun ist:

  • Schleimhautschutz
  • Wo nötig Regeneration und Abdichtung der der Darmschleimheut
  • Verdrängung der gestörten Flora (Hydro Colon Therapie)
  • Wiederaufbau der naturgemäßen Darmflora.

Natürlich sollten wir auch über Ihre Ernährung und Lebensweise reden – wer ein erfülltes, gesundes und „lebendiges“ Leben führen will muss sich das anschauen.

Und Sie erinnern sich: erst messen – dann handeln.

 

Ursache und Risiko einer veränderten Darmflora

Tagtäglich werden wir mit vielen schädlichen Giften konfrontiert, die unser intestinales Mikrobiom (Darmflora, Darmbakterien) unschädlich macht und ausscheidet. Wenn jedoch die Belastung zu groß ist, dann entstehen große gesundheitliche Folgen für das Mikrobiom, die Darmbarriere, das Immunsystem und schließlich den gesamten Organismus.

Die aktuellsten Forschungen zeigen erneut wie zentral und wichtig das intestinale Mikrobiom für die Gesundheit ist. Viele Erkrankungen und Störungen stehen in direkten Zusammenhang mit unphysiologischen Mikrobiomverhältnissen und Veränderungen der Darmflora. Viele Therapeuten wissen um diese Studienergebnisse, weil sie sich täglich mit der Darmflora und der Gesunderhaltung des Darmes beschäftigen. Allen voran sind hier die Heilpraktiker und naturheilkundlich ausgerichteten Ärzte.

Traurig, fast beschämend ist die leider Ignoranz sehr vieler Schulmediziner, gegenüber der Wichtigkeit der Darmflora und des Darmes bei vielerlei gesundheitlicher Probleme.  Es dauert eben noch seine Zeit bis die Wichtigkeit des Darmes in allen Praxen angekommen ist.

Zurück zur Forschung und Wissenschaft. Es gibt zwischenzeitlich viele Belege, dass unphysiologische Zusammensetzungen des intestinalen Mikrobioms vor allem chronische Erkrankungen fördern, beziehungsweise mit entstehen lassen.

Vielen Patienten könnte schneller und effektiver mit einer entsprechender Darmtherapie geholfen werden. Was man an dieser Stelle jedoch  beachten sollte ist der Einfluss auf das Mikrobiom gegenüber allem was von außen auf den Darm einwirkt: Krankheiten, Medikamente, Alkohol, Nikotin, falsche oder zuviel Nahrung, Stress.  All das beeinflusst  das Mikrobiom negativ. Alles was dem Körper zugeführt wird erreicht den Darm, egal ob über den Verdauungstrakt, über die Lunge, das Blut oder die Haut und nimmt Einfluss auf die Bakterien und ihre Wirkung im Darminneren und dadurch auch auf unsere Gesundheit.

Allein die Ernährungsart prägt bzw. verändert die Darmflora nachhaltig. Menschen die möglichst viele unveränderte, natürliche und vielfältige Nahrung zu sich nehmen haben eine größere Vielfalt an wichtigen Bakterienarten, die die Gesundheit possitiv beeinflussen, als Menschen, die überweigend industriell gefertigte Nahrung zu sich nehmen..

Je geringer die Bakterienvielfalt im Darm, desto  leichter können sich Krankheiten und krankmachende Keime durchsetzen, was langfristig negative Folgen für die Gesundheit hat.

Ist das Mikrobiom erstmal zu stark verändert und es liegen bereits pathogene Besiedelungen vor, wie Pilze oder krankmachende Bakterien, dann sollte man eine gemäß vorangegangener Diagnostik festgelegte Darmsanierung machen lassen. Hierzu ist es wichtig, die Darmflora untersuchen zu lassen und erst aufgrund des Ergebnisses können die entsprechenden, richtigen!!! Probiotika zum Aufbau festgelegt werden. Es wäre falsch irgendein probiotisches Probukt auf Verdacht einzunehmen (auch wenn diese sogar in gut sortierten Drogerien und Reformhäuser erhältlich sind), zuerst muss festgestellt werden welche Bakterien fehlen und dann muss gewährleistet sein, dass ein erfahrener Therapeut die richtigen (fehlenden) auswählt und wieder zuführt. Zunächst sollte immer der alte, pathogene Stuhlbrei mittels einer Colon-Hydro-Therapie abgespült werden. Auch hier gilt es immer sich an einen erfahrenen Therapeuten zu wenden, denn nur der kann anhand des Verlaufes feststellen wann und wie oft die Behandlung stattfinden sollte.  Jeder von uns trägt zwischen 3-6 kg alten Stuhlbrei mit sich herum, der mehr oder weniger die Stoffwechselvorgänge des ganzen Organismus behindert. Ein anschließender Aufbau der Darmflora benötigt Geduld, eine Zeitspanne von 6-18 Monaten ist völlig normal. Begleitend ist eine Optimierung der Ernährungsgewohnheiten, bzw. eine Umstellung zu empfehlen. Ebenso sollte versucht werden chemische Medikamente wie Hormone, PPIs, Anti-Diabetika, Statine, Psychopharmaka, Schmerzmittel und Antibiotika, wo immer möglich durch alternative biologische Medikamente oder eine Umstellung der Lebens- und Ernährungsweise zu ersetzen.

Ein anderes sehr großes Problem sind die Pflanzenschutzmittel, die allgegenwärtig sind und momentan wegen möglicher Kanzerogenität und Estrogenwirkungen über all in der Kritik stehen, allen voran das bekannte Glyphosat. Auch hierdurch wird das Mikrobiom verändert. Weil bei einem Großteil der Bevölkerung Glyphosat im Urin nachgewiesen werden kann empfehlen wir vorzugsweise auf biologisch angebaute Kost umzusteigen und immer für eine ausreichende Trinkmenge von stillem Wasser oder ungesüßtem Kräutertee zu sorgen.

Mehr zu dem Thema Umweltgifte und Schwermetalle im nächsten Beitrag.

Tag der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Zum gestrigen Tag der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen möchten wir Sie an dieser Stelle einmal mehr über die Wichtigkeit eines gut funktionierenden, gesunden „Wunderwerk Darm“ informieren.

Dieses Wunderwerk steuert nicht nur unsere Verdauung, sondern ist mit seinem großen Nervengeflecht zentral wichtig für unsere gesamte Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Die Grundvoraussetzung für optimale Gesundheit ist eine ausgeglichene Darmflora mit einer großen Bakterienvielfalt, von der jede einzelne Gattung wichtige Aufgaben zu erfüllen hat. Außerdem sollte der pH-Wert im Dickdarm sich in einem leicht sauren Bereich befinden.

Einige wichtige Aufgaben der Darmflora ist das produzieren von verschiedenen Vitaminen im Dickdarm, oder das Training unseres Immunsystems.  Aktivierte Immunzellen wandern aus dem Darm durch den Körper und bleiben dann an den Schleimhäuten, wie Nasennebenhöhlen, Bronchien, usw. hängen um dort für die Abwehr zu sorgen indem sie vor Eindringlingen schützen. Die Neigung zu Übergewicht hängt ebenfalls mit der Besiedelung in Ihrem Darm zusammen. Heuschnupfen und andere Allergien sowie Nahrungsunverträglichkeiten hängen untrennbar mit dem Zustand des Darmes zusammen.

Durch falsche Ernährung, Streß, Umwelteinflüsse, Medikamenteneinnahme, Alkohol und Rauchen wird die Darmflora nachhaltig verändert.

Durch die heute leider oft gemachten geplanten Kaiserschnittgeburten, nehmen die Allergien bei Kindern erheblich zu, denn diesen „Kaiserschnitt-Kindern“ fehlt durch den fehlenden Gang durch den Geburtskanal bereits ein erheblicher Teil der späteren Bakterienbesiedlung.

Ist die Darmflora dann erst mal aus dem Gleichgewicht geraten treten vermehrt Störungen in Form von wiederkehrenden Erkrankungen wie Sinusitis, Rhinitis, Bronchitis, Reizdarmsyndrom, Verstopfung, Durchfälle, Unverträglichkeiten, Allergien, Infektanfälligkeit, und andere Erkrankungen auf.

Dann heißt es die Darmflora wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen!

 

Wie?

 

Wir sagen es Ihnen gerne, am besten Sie lassen sich einen Termin geben und wir besprechen Ihre Probleme ausführlich mit Ihnen und zeigen Ihnen die Lösung.

Unsere Leber – das regenerationsfähigste Organ

Sie haben richtig gelesen, unsere Leber ist nur mit Alkohol oder/und zu vielen Kohlenhydraten in Form von Brot!!, Nudeln, Gebäck und -ja sie lesen richtig- zu viel Obst „totzukriegen“.

Bei einigermaßen vernünftigem Lebensstil ist sie ein treues Organ das uns lange schützt.

Trotzdem ist die Leber recht sensibel – Sie Alle kennen den Spruch: Was ist dem über die Leber gelaufen?

Alles wirkt auf die Leber: Nahrung, Getränke, Emotionen. Und gerade auch psychischer Druck, Stress zeigt sich schnell und deutlich über der Leber an der Zunge. Lassen Sie sich bei Ihrem nächsten Besuch in unserer Praxis erklären was eine Leber/Streßzunge ist.

In einer gesunden Leber wird die aufgenommene Nahrung (Dünndarm/Blut) sortiert

und weiter verarbeitet – dieses Organ ist sozusagen unsere Stoffwechselzentrale.

Mit phantastischer Logistik sorgt die Leber für eine ausgewogene und optimal Nährstoffverteilung: Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Hormone. Abfallprodukte werden entsorgt.

Aus ihrem Zuckerspeicher sorgt die Leber für ausreichend Energie u.a. für unser Gehirn zwischen den Mahlzeiten und nachts. Die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin und gibt das Stopp-Signal wenn genügend Zucker für die Zellen vorhanden ist.

Was bekommt der Leber gar nicht? Natürlich macht ihr der Alkohol zu schaffen – das lassen wir jetzt mal außen vor weil es Jedermann weiß (leider nicht beherzigt).

42% der deutschen Bevölkerung haben jedoch eine nichtalkoholische Fettleber, viele wissen es lange gar nicht, haben jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken:

Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Thrombosegefahr, Blutfettwerte erhöht (oft alle 4), Nierenerkrankungen.

Was ist passiert: Zu wenig Bewegung und gleichzeitig zu viele Kohlenhydrate überfordern unsere zentrale Steuereinheit und lässt zu viel Fett in der Leber selbst einlagern. Die Fettleber wird dann insbesondere Kohlenhydrate weiter in Fett umwandeln und einlagern. Und dieses ektope Fett (verirrtes Fett) verteilt sich im ganzen Körper – die bevorzugten Stellen kennen Sie Alle, zumindest diejenigen, die einen Spiegel zuhause haben. Und das trifft nicht nur die Übergewichtigen sondern auch schlanke Menschen – die nennt man TOFI (thin outside – fat inside)., oder bei der jüngeren Generation auch bekannt unter skinny fat (schlank aber fett) Und allein unsere Bauchhöhle kann 4 bis 6 l Fett einlagern!

Oben war schon vom Insulin die Rede und dem Stopp-Signal, das die Bauchspeicheldrüse gibt wenn genügend Zucker im Blut ist.

Die verfettete Leber ist leider taub für dieses Signal und gibt weiter Zucker ab – die Bauchspeicheldrüse produziert weiter Insulin, es entsteht eine Insulinresistenz, die Zellen nehmen kein Insulin mehr auf, die Bauchspeicheldrüse erschöpft sich, der Diabetes 2 ist vorprogrammiert.

Der Teufelskreis schließt sich – wir sind wieder bei den Folgeschäden die wir nicht nochmal wiederholen wollen.

Das Problem kennen Sie nun – wir auch die Lösung die wir gerne mit Ihnen teilen: Änderung des Lebensstils hin zu schmackhafter und gesunder Ernährung, entsprechenden Getränken, Bewegung. Auch mit biologischen Medikamenten und Infusionen, die die Risiken minimieren.

Auch hier gilt einer der Lieblingssätze unserer Praxis:

Tun muss es sei –oder es gilt nicht.

Basenpulver, Basenbad, Basenfasten…. – sind wir denn alle übersäuert??

Diese Frage kann ich zum Glück mit NEIN beantworten, denn eine richtigeÜbersäuerung wäre lebensgefährlich. Deshalb möchte ich gerne einige Fakten zum Thema Übersäuerung, oder wie der medizinische Fachausdruck lautet Azidose, hier nennen.

Es gibt zwei grundsätzliche Formen der Azidose, die metabolische und die respiratorische Azidose.

Bei der metabolische Azidose fallen große Säuremengen im Körper durch Aufnahme von Substanzen an, die zum einen  Säure sind oder dazu abgebaut werden. Dies können Frostschutzmittel, Methylakohol oder hohe Dosen an Aspirin sein. Ebenso kann die metabolische Azidose infolge eines entgleisten Stoffwechsels auftreten. Dies geschieht im fortgeschrittenen Stadium eines Schocks oder bei einem schlecht eingestelltem Diabetes Typ 1.

Es gibt jedoch auch noch andere Ursachen, hier  eine Übersicht über die Hauptursachen einer metabolischen Azidose:

  • Diabetische Azidose
  • Medikamente und Substanzen wie Acetazolamid, Alkohol oder Aspirin
  • Laktatazidose durch die Bildung von Milchsäure infolge eines Schocks
  • Verlust von Basen wie Bikarbonat durch die Verdauung infolge starkem langandauerndem Durchfall oder eines künstlichen Darmausgang
  • Schwere Nierenerkrankungen, bei der die Säure nicht mehr über die Niere ausgeschieden werden kann
  • Gifte wie Ethylalkohol und Methanol

Bei der zweiten Form, der respiratorischen Azidose stoßen die Lungen über die Atmung nicht mehr ausreichend Kohlendioxid aus.

Dieses Problem tritt bei Erkrankungen auf, die die Lungen schwer beeinträchtigen, wie z.Bsp.: Lungenemphysem, chronische Bronchitits, schwere Lungenentzündung, Lungenödem, starkes Asthma oder auch wenn Erkrankungen des Gehirns, der Nerven oder der Muskeln im Brustbereich die Atmung beeinträchtigen.

Außerdem kann sich eine respiratorische Azidose entwickeln, wenn die Atmung aufgrund zu starker Sedierung mit Narkotika oder Sedativa verlangsamt wird. Aufgrund der verlangsamten Atmung kann der Sauerstoffgehalt im Blut zu niedrig sein.

Hier noch einmal zusammengefasst die Ursachen einer respiratorischen Azidose:

  • Lungenerkrankungen wie chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, starkes Asthma, Lungenentzündung und Lungenödem
  • Gestörte Schlafatmung wie Schlafapnoe
  • Störung der Nerven und Muskeln im Brustbereich, die die Atmung beeinträchtigen
  • Überdosierung von Alkohol, Opiaden und starken Sedativa

Die Diagnose einer richtigen Azidose erfolgt immer im Blut!!

Zur Diagnose der Azidose werden gewöhnlich der pH-Wert des Blutes und das Kohlendioxid in einer arteriellen Blutprobe gemessen, die meist aus der Radialarterie am Handgelenk entnommen wird. Arterielles Blut wird deshalb verwendet, weil venöses Blut bei der Bestimmung des pH-Werts im Körper in der Regel nicht zuverlässig ist.

Die Messung der Bikarbonatkonzentration im Blut liefert den Behandlern weitere Hinweise auf die Ursache der Azidose. Danach werden zusätzliche Blutuntersuchungen durchgeführt, um die spezifische Ursache bestimmen zu können.

Die Behandlung sieht folgendermaßen aus:

  • Behandlung der Ursache
  • Manchmal intravenös verabreichte Flüssigkeiten mit Bikarbonat

Beinahe immer setzt die Behandlung der Azidose auf die Behebung der Ursache. In seltenen Fällen werden basische Medikamente wie Bikarbonat verabreicht, um die Azidose zu beseitigen.

Die Behandlung der metabolischen Azidose richtet sich primär nach der Ursache. Ein Diabetes muss zum Beispiel möglicherweise mit Insulin unter Kontrolle gehalten werden und bei Vergiftungen müssen die giftigen Stoffe aus dem Blut entfernt werden.

Die Behandlung der respiratorischen Azidose zielt auf eine Verbesserung der Lungenfunktion ab. Arzneimittel, die die Atemwege öffnen (Bronchodilatatoren wie Salbutamol) können Menschen mit Lungenerkrankungen wie Asthma und Emphysem helfen. Eine Sedierung aufgrund von Medikamenten wird manchmal mit Antidoten rückgängig gemacht. Bei Patienten mit schwer beeinträchtigter Atmung oder Lungenfunktion kann eine künstliche Beatmung zur Unterstützung der Atmung erforderlich sein.

Eine schwere Azidose kann auch direkt behandelt werden, wenn die Behandlung der Ursache nicht anschlägt. In solchen Fällen kann Bikarbonat intravenös verabreicht werden. Allerdings führt dies nur zu vorübergehender Besserung und kann Störungen bewirken – beispielsweise durch Überlastung des Körpers mit Natrium und Wasser.

Der Grund warum ich dies hier alles schreibe ist der mittlerweile sehr große Markt vielerlei Produkte rund um das Thema Übersäuerung. High-End-Fitnessstudios werben mit Basenkuren, die das Leben wieder energiereich und aktiv werden lassen, halten Vorträge und verkaufen Ihren Mitglieder teure Basenbäder, Basenpulver und Fitnessprogramme mit dem Versprechen die Ursache von Cellulite, Übergewicht und Müdigkeit liege einzig und allein in der Übersäuerung.  Jede Frauenzeitschrif wirbt rechtzeitig im Frühjahr mit Basenfasten und Basenkuren um fit, schlank und leistungsfähig zu werden. Jedoch sind hier die Ursachen in Fehlernährung besonders durch den Konsum von viel zu viel Zucker und Getreideprodukte, sowie zu wenig Bewegung das dann zu Übergewicht führt und erst das Übergewicht zu Cellulite und Energielosigkeit. Hier hilft auch kein Basenbad oder Basenpulver, Nur eine grundlegende Änderung des Lebensstils und die Ernährung und zwar nachhaltig. Bei einer echten Azidose kann keine dieser Maßnahmen ausreichend helfen um den lebensbedrohlichen Umstand zu heilen. Auch kann kein Atemtest eine echte Azidose anzeigen, sondern nur eine Blutuntersuchung.

Deshalb lassen Sie sich nicht zu überteuerten Pillen und Bäder verleiten. Und noch eine rechtliche Anmerkung: auch der beste Fitnesstrainer darf keine Diagnose stellen, auch nicht die der Übersäuerung. Wenn Sie wissen möchten, wie es um Ihren Säuren-Basen-Haushalt steht, dann suchen Sie einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker auf und lassen ein Blutbild mit den entsprechenden Werten erstellen.

 

Terminabsage – wann sinnvoll wann nicht?

Zur Zeit beschäftigt mich immer wieder die Frage, warum sagen Patienten Termine ab wenn Sie krank sind. Dies höre ich auch immer wieder von Kolleginnen und Kollegen und brachte mich zu dem Entschluss diesen Blog-Beitrag zu schreiben.

Folgende Situation:

Patient XY ruft an und sagt seinen Termin für eine Colon-Hydro-Behandlung ab, da er eine Erkältung bekommen hat. Natürlich ist es kein Problem einen Termin abzusagen, in der Regel melden sich die Patienten auch nicht erst 5 Minuten vor dem Termin und wir haben zum Glück keine Probleme die Termine gleich wieder zu vergeben.

Aber worum es mir hier eigentlich geht, ist das Bewusstsein der Patienten für die Behandlungen zu schärfen. Denn in diesem Beispiel wäre eine Entlastung durch eine Colon-Hydro-Behandlung für das Immunsystem genau das Richtige gewesen. Nicht umsonst machte man früher den Kindern einen Einlauf wenn Sie krank waren. Durch die Entlastung des Darmes (im Idealfall noch 1-2 Tage auch den Magen entlasten und nur Suppe essen) hat der Körper die ganze Energie für das Immunsystem zur Verfügung und der Heilungsprozess läuft viel schneller ab.

Andere Situation:

Patient ruft an und sagt Termin für Blutabnahme ab wegen eines Infektes. Völlig verständlich, da eine Blutabnahme, zur jährlichen Blutkontrolle, mit einem Infekt im Körper nicht wirklich aussagekräftig und sinnvoll ist.

Aber statt dessen eine Hochdosis Vitamin C Infusion oder eine biologische Anti-Grippe-Stärkungs-Injektion wären hier eine sinnvolle Alternative und Möglichkeit den Körper zu unterstützen.

Für mich als Behandler ist es immer wieder schwer abzuschätzen wo die Grenze für den Patient zwischen gut beraten und ich habe das Gefühl bedrängt zu werden ist.

Deshalb an dieser Stelle einfach nochmal der Hinweis auf die verschiedenen Rubriken unter Therapie. Hier werden die verschiedenen Wirkungen unserer Therapien erklärt und vielleicht trägt es dazu bei, Ihren nächsten Infekt auf diese Art und Weise schneller in den Griff zu bekommen und Sie wieder zu stärken.

Ich würde mich freuen, wenn mir der Eine oder Andere seine Meinung zu diesem Thema über das Kontaktformular mitteilt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein hoffentlich gesundes, infektfreies Wochenende.

 

 

 

 

Cholincitrat-Infusionen

Diese Infusionen sind die Regenerations- und Aufbaukur für unser vegetatives Nervensystem.

Dieses besteht aus zwei völlig entgegengesetzten Systemen – Dem Sympathikus, unserem Kampf- und Fluchtnerv und dem Parasympathikus, unserem Ruhe- und Entspannungsnerv.

Diese beiden Nervensysteme regulieren auf unterschiedliche Art alle unsere Organfunktionen im Körper völlig autonom. Das heißt ohne dass wir auf die Regulierung bewussten Einfluss nehmen können. Beide Nervensysteme nutzen unterschiedliche Botenstoffe zur Übertragung von Signalen. Der Sympathikus nutzt Noradrenalin und der Parasympathikus nutzt Acetylcholin.

Der Ruhenerv Parasympathikus ist für die Steuerung der meisten Organe zuständig. Er sorgt für Ruhe, Schonung, Erholung, Regeneration und den Aufbau von Reserven.

Folgende Organe werden unter anderem durch den Parasympathikus gesteuert:

  • Herz, Kreislauf, Blutgefäße (Blutdruck)
  • Lunge und Atmung
  • Schilddrüse, Hypophyse und Nebenniere
  • Niere, Harnleiter, Blase (Wasserhaushalt)
  • Verdauung, Leber- und Darmtätigkeit
  • Sinnesorgane, Augen, Gehör, Gleichgewichts- und Tastsinn, Geschmacks- und Geruchssinn
  • Wasser-, Elektrolyt- und Wärmehaushalt

 

Nervensystem

Bei Gefahr übernimmt der Sympathikus und folgende Regulation im Körper entsteht:

  • Atmung wird schnell und flach
  • Muskeln spannen sich an
  • Pupillen weiten sich
  • Blutzucker erhöht sich
  • Blutdruck und Puls steigt
  • Immunsystem, Verdauung und Sexualfunktion wird reduziert, da diese nicht überlebenswichtig sind

Haben wir Ruhe und sind Entspannt  übernimmt der Parasympathikus mit folgender Regulation:

  • Verdauungsleistung nimmt zu (Verdauung findet statt)
  • Sexualfunktion wird erhöht
  • Immunsystem ist voll aktiviert und Regeneration oder Wundheilung kann stattfinden

Heute zählen jedoch die Störungen im  sogenannten neurovegetativen Gleichgewicht zu den häufigsten alltäglichen Erscheinungen. Die beiden autonomen Nervensysteme kommen aus dem Gleichgewicht und wir befinden uns in ständigem Kampf- und Fluchtmodus. Dadurch werden körperliche Reserven in Form von Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen und Neurotransmitter aufgebraucht. Wird nicht rechtzeitig eingegriffen kommt es zu Mangel und dadurch zu Folgeerkrankungen.

Fehlt uns im Tagesverlauf die Abwechslung zwischen Anspannung und Entspannung, da wir den ganzen Tag „unter Strom“ stehen zeigt sich dies in folgenden Symptomen:

  • Schlafstörungen, Alpträume,
  • Migräne, Kopfschmerzen, Schwindel
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Erhöhter Blutdruck, auf Dauer kann dies jedoch auch zu niedrigem Blutdruck führen
  • Innere Unruhe, Nervosität, Gereiztheit
  • Depressionen, Ängste, Stimmungsschwankungen
  • Chronische Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsschwäche
  • Tinitus
  • Libidoverlust
  • Fettstoffwechselstörung…………

Somit erklären sich viele Verdauungsstörungen, Magen-Darm-Probleme, Diabetes, Bluthochdruck bis hin zu ungewollter Kinderlosigkeit oft als Folge von Dauerstress und einem Ungleichgewicht der beiden autonomen Nervensysteme.

Mit Cholincitrat-Infusionen hat man die Möglichkeit die Störungen im vegetativen  Nervensystem auf schonende Weise und für den Patienten schnell spürbar zu beheben. Die Infusion wirkt durchblutungsfördernd auf alle inneren Organe und das Gehirn.

Die Cholincitrat-Infusionen sind je nach Grunderkrankung mit allen anderen Infusionen und Therapien kombinierbar.

Cholincitrat nimmt die Angst aber nicht den Antrieb.