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Unsere Leber

Unsere Leber– das regenerationsfähigste Organ.

Wenn wir es nicht gerade mit Füßen treten

Unermüdlich filtert die Leber Giftstoffe aus unserem Körper – egal ob Essen, Getränke, psychischer Stress (was ist dem über die Leber gelaufen?).

Um all das zu meistern ist es gut, der Leber etwas Aufmerksamkeit zu schenken.

Gleich vorab: feucht-warme Leberwickel – eine Wellness-Stunde für Ihr Organ.

Verbessert die Durchblutung – die Leber wird ohnehin schon von rund 2000 Liter Blut täglich durchflutet.

Neben der Entgiftung werden Nahrungsbestandteile so aufbereitet, dass unser Organismus daraus einen Nutzen ziehen kann – und nicht zuletzt speichert sie Nährstoffe – produziert nebenbei täglich bis zu einem Liter Gallenflüssigkeit – nötig für den Verdauungsprozess… für das Aufschießen von Fetten.

Also ein wichtiges Organ, dem wir gerade zu Zeiten von üppigen Tagen wie Urlaub oder die Fülle der deutschen Feiertage mehr Aufmerksamkeit, mehr Achtsamkeit  zukommen lassen sollten.

Auch aufgrund der Umweltsituation ist unsere Leber viel mehr belastet als alle andere Organe – regenerationsfähig – allerdings auch nicht unbegrenzt.

Fatal: bei Strapazen schmerzt unsere Leber nicht gleich – sie leidet sozusagen „still vor sich hin“.

Lange – bis unser Lebensstil mit der Unmenge an Fertiggerichten, zucker- und fetthaltig, mit Alkohol- und Nikotingenuss, Bewegungsmangel, aber auch Infektionen dazu führt, dass die Zahl der akuten und chronischen Lebererkrankungen immer schneller zunimmt – vor allem die Fettleber.

Was lässt Ihre Leber aufblühen?

Änderung des Lebensstils (Muße), weniger Fleisch- und Wurstwaren, weniger Fertiggerichte, weniger (kein) Alkohol und gar kein Nikotin.

Immer mal wieder eine Kur mit Bitterstoffen (Löwenzahn, Artischocke, Mariendistel…)

Und eben den abendlichen feucht-warmen Leberwickel: einen Waschlappen in heißes Wasser tauchen, auswringen, auf die Leber legen (rechter Oberbauch J), noch ein Handtuch drüber. Wahrscheinlich schlafen Sie dann auch tiefer und erholsamer.(Wolfgang Gayer)

 

Wir beginnen gerade erst unseren Darm zu verstehen

Bei dem Gedanke an Bakterien werden die Meisten von Ihnen eine Vorstellung von Krankheiten haben. Jedoch gibt es eine ganz andere Art von Bakterien, nämlich das sogenannte Mikrobiom, das sind all die Bakterien in Ihrer Gesamtheit, die uns besiedeln. Es ist ein sehr wichtiger Bestandteil von uns, der dafür sorgt dass wir gesund bleiben.

Heute weiss man, dass eine veränderte Darmflora die Ursache von vielen Erkrankungen, wie Hauterkrankungen, Allergien, Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas, Arteriosklerose, Infektanfälligkeit, Nahrungsmittelunverträglichkeiten,……..

Besonders spannende ist es wenn es um Adipositas geht, da geraten 2 Bakterienarten in das Ungleichgewicht von denen die eine, wenn Sie das die Mehrheit hat, in der Lage ist den Stoffwechsel dahingehend zu verändern, dass diese Bakterien aus ansonsten „unverdaulichen“ Ballaststoffen in der Lage sind Energie (Kalorien) zu gewinnen. Somit nimmt, derjenige der von diesem „Ungleichgewicht“ besiedelt ist, ohne seine Ernährungsgewohnheiten zu verändern, plötzlich mehr Kalorien zu sich und somit auch an Gewicht zu. Da kommt dann der Teufelskreis in Bewegung, die Folge oft eine Radikaldiät, während dieser vermehren sich die Bakterien noch mehr um in dieser „Notzeit“ noch besser und noch mehr unverdauliches zu Kalorien (Energie) zu machen. Der Patient sitzt voll in der Jo-Jo-Effekt Falle und ohne den Darm mit seiner Bakterienbesiedelung wieder in das Gleichgewicht zu bringen, kommt er aus dieser nicht mehr raus. Eine einfache Stuhluntersuchung gibt Aufschluss über das Verhältnis der beiden Bakterienarten und wenn das Ergebnis erst vorliegt kann man handeln und die Besiedelung verändern.

Bei den Entzündungen der Darmschleimhaut sind es wieder ganz andere Bakterien die fehlen oder vermindert sind, da gibt es solche, die für die Muzinbildung (Schleimbildung) wichtig sind, sind diese aber zu wenig vorhanden, dann wird nicht genug Schleim gebildet und es bilden sich Entzündungen und die Schleimhautbarriere ist nicht mehr ausreichend vorhanden. Dies jedoch ist wichtig, da eine Intakte Schleimhautbarriere das Eindringen von Krankheitserregern und Keimen verhindert. Des Weiteren ist die Schleimhaut mit genügend Muzin (Schleim) auch die „Anheftungsbasis“ für unsere hilfreichen Bakterien. Auch hier nimmt dann das Ungleichgewicht immer mehr seinen Lauf und die Entzündungen der Darmschleimhaut führen nicht selten in einen chronischen Verlauf.

Dann gibt es wiederum nützliche Bakterien, die durch den Abbau von Nahrungsbestandteilen zusätzliche Nährstoffquellen wie z.Bsp.: Vitamin B12, Folsäure, Biotin und Vitamin K2 erschließen. Dies bedeutet, dass sich nicht nur Vegetarier und Veganer Sorgen um den Spiegel Ihrer Vitamine machen sollten, sondern vielmehr all diejenigen, die durch zu viel Industrienahrung und Fleisch- und Wurstprodukte den Zustand Ihres Mikrobioms verändert haben. Da nützt dann auch die „Vitaminpille“ nichts mehr, denn der Darm ist nicht in der Lage diese Vitamine zu verwerten, wenn er erst mal aus dem Gleichgewicht ist. Das heißt Vitamine per Infusion auffüllen und schnell den Darm wieder ins Gleichgewicht bringen.

Ein erstes Indiz für eine intakte Darmflora ist der Verbrauch Ihres Toilettenpapiers. (Ja Sie haben richtig gehört). Eine intakte Darmflora ist in der Lage den Stuhl so zu bilden, dass mittelbraun, wohlgeformt mit einer gleichmäßigen Schleimschicht überzogen, leicht seinen Weg nach draußen findet, das Popo abwischen findet aus reiner Gewohnheit statt, da das Toilettenpapier sauber bleibt.

Sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, und Sie möchten gerne wissen woran das liegt, dann empfehlen wir Ihnen Ihre Darmflora einmal analysieren zu lassen. Wir beraten Sie gerne, welche vielfältigen Untersuchungen es mittlerweile gibt. (Quelle „Unser Darm“ 2018 Ausgabe 2)

 

 

Bluthochdruck

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Blutdruck  –  gerade auch bei älteren Menschen

Täglich werden wir mit den Blutdruckwerten von Patienten konfrontiert die von den betroffenen Patienten als zu hoch empfunden werden – fast die Hälfte unserer älteren Patienten nimmt blutdrucksenkende Medikamente. Zu recht?

Dies ist nicht so einfach und pauschal zu beantworten. Das Thema wird recht kontrovers diskutiert.

Durch die unlängst in Amerika verkündeten neuen Richtwerte wurden über Nacht fast die Hälfte der US-Amerikaner zu Blutdruckpatienten gemacht – ein Schelm, der dabei an die Pharma Industrie denkt.

Trotzdem – Fakt ist, schon ab 125/80mm Hg steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen etwas an – erst recht, wenn andere Risikofaktoren hinzukommen: Übergewicht, Diabetes, Nikotin und Alkohol.

Mindestens genau so wichtig: warum hat der Körper den Blutdruck erhöht. Der Körper ist ja schlau und macht nichts ohne Grund. Suchen – eine Alternative dazu gibt es nicht.

Es wichtig, sich mit dem Blutdruckproblem auseinanderzusetzen, aufgeklärt zu sein und neben einer Behandlung eines hohen Blutdrucks auch an eine wirksame Vorbeugung und Begleitbehandlung zu denken – zum Beispiel durch Magnesium-Gaben– erst kürzlich in einer groß angelegten Studie bestätigt.

Entscheidend ist jedoch ein entsprechender Lebensstil: Gewichtsverminderung, körperliche Bewegung, täglich flottes gehen 30 Minuten (Schrittzähler, weil wir uns meistens überschätzen). eine Ernährung die folgende Grundelemente enthält: regional, so frisch wie möglich, so natürlich (unverarbeitet) wie möglich, kein Schweinefleisch – Fleisch überhaupt nur 2 x im Monat, 1 x wöchentlich Fisch. Gemüse, Salate, Obst (nicht so viel Süßes). Ja, das beliebte Fleisch – es gibt jedoch klare Aussagen eines Kardiologen, dessen Herz-Patienten brauchen alle keine Stunts bei entsprechender Ernährung. Hier ist wirklich Disziplin gefragt – Belohnung gute Lebensqualität). Und mein Lieblingssatz: Tun muss es sein oder es gilt nicht.

Und die Zufuhr blutdrucksenkender Elektrolyte.

Kalium und Natrium sind den meisten Patienten als natürliche Gegenspieler bei der Blutdruckregulation bekannt – wie steht es jedoch mit dem Magnesium?

Zusammen mit blutdrucksenkenden Medikamenten werden häufig auch entwässernde Mittel verordnet – das kann durchaus zu einer Elektrolytverschiebung führen. Also messen im Blut – auch Verhältnis Calcium/Magnesium.

Magnesium – es kommt natürlich auf die „bioverfügbarkeit“ an, wie viel nimmt der Körper auf. Da spielt dann auch der in unserer Praxis oft im Vordergrund stehende Darm eine Rolle.

Wieviel täglich? 600 mg sollten es schon sein – wenn der vorher gemessene Wert nieder ist, auch 800 mg oder mehr (bis an die Durchfallgrenze) – am besten als in Wasser gelöstes Granulat – hier ist tatsächlich der Einzelfall entscheiden.

Und wie wird der Blutdruck richtig gemessen? Standardisiert, das heißt immer unter den gleichen Umständen: Uhrzeit, im Sitzen nach 5 Minuten Ruhe – und dann im Abstand von 1 Minute 2 x messen und den Durchschnitt (Mittelwert) nehmen.

Bitte am Oberarm – Handgelenk ist zu ungenau. Und aufschreiben!

Bei der Messung in einer Praxis kommt oft der „Weißkitteleffekt“ zum tragen – wir messen gerne an beiden Armen – auch daraus lassen sich gewisse Schlüsse ziehen.

Auch bei diesem Thema gilt – erst messen (auch bestimmte Blutwerte) – dann handeln. Wir beraten Sie gerne.

Milchsäure – rechtsdrehend – linksdrehend, wenn Sie das verwirrt lesen Sie weiter, wir erklären es Ihnen

Der menschliche Organismus ist heute vielen Belastungen ausgesetzt. Vor allem eine Lebensweise mit ungesunder Ernährung, viel Stress und hohem Medikamentenkonsum belasten sowohl die Hauptausscheidungsorgane Niere und Leber als auch das Vegetativem. Statt vollständig ausgeschieden zu werden, werden Gift- und Schlackenstoffe im Gewebe eingelagert. Dies belastet das Gewebe und führt in der Folge zu Erkrankungen vor allem chronischer Ausprägung. Daher spielen Regulationstherapien in der naturheilkundlichen Praxis eine zentrale Rolle. Diese Therapien aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers, beseitigen die durch Gift- und Schlackenstoffe hervorgerufenen Blockaden im Gewebe und legen die Basis für eine erfolgreiche Anschlusstherapie.

Eine wichtige naturheilkundliche Therapiemethode zur Entgiftung des Bindegewebes ist die Injektion oder Infusion von potenzierter rechtsdrehender Milchsäure. Im Organismus wird die rechtsdrehende Form der Milchsäure (L(+)) als physiologisches Zwischenprodukt des anaeroben Kohlenhydratstoffwechsels gebildet. Leider kommt es im Zuge von Gär- und Fäulnisprozessen im Magen-Darm-Trakt auch zur Bildung der linksdrehenden D(-)-Milchsäure, welche nur sehr viel schwerer verstoffwechselt werden kann. Bei Anhäufung wird diese im Bindegewebe abgelagert und führt zu einer Regulationsstarre des Grundsystems, die unbehandelt zur Entwicklung chronischer Krankheitszustände führen kann. Mit der Gabe von potenzierter rechtsdrehender Milchsäure setzt man einen Reiz, der die Verstoffwechselung der linksdrehenden Milchsäure fördert, um so eine Rückführung in den physiologischen Grundzustand zu erreichen. (Pflüger, Praxishilfe für den Alltag, Ratgeber Injektionen)

Man kann auch sagen, die Milchsäure ist ein Zwischenprodukt in unserem Energiestoffwechsel. Im Stoffwechsel kann entweder linksdrehende Milchsäure gebildet werden oder die physiologisch wertvolle rechtsdrehende Milchsäure. Bei Übersäuerung des Körpers wird vermehrt die linksdrehende Milchsäure gebildet und im Bindegewebe oder Muskeln abgelagert (Cellulite, Muskelschmerzen). Rechtsdrehende Milchsäure dient als Puffersystem und baut Säurebelastungen im Organismus ab.

Die Milchsäuretherapie kann grundsätzlich immer und bei jeder Therapie als Therapieeinstieg angewandt werden um das Milieu vorzubereiten und dadurch die nachfolgenden Therapien effektiver zu machen und die Selbstregulation des Körpers wieder herzustellen.

Im Besonderen wird die Milchsäuretherapie bei nachfolgenden Krankheitsbildern angewendet:

  • rheumatische Beschwerden
  • Gelankschmerzen, Myalgien
  • Rückenschmerzen
  • Ischialgien
  • Kopfschmerzen
  • Entäußerung des Bindegewebes

Wenn Sie mehr zum Thema Milchsäure, Selbstregulation, Entsäuerung und Infusionen wissen möchten, dann besuchen Sie uns in der Praxis am Oberen Marktplatz 3 in 73614 Schorndorf.

Burnout doch keine Frage des Stress?

Die letzten Tage konnte man in den Zeitungen und Nachrichten sehr viel zum Thema Burnout lesen und hören. Da war die Rede von hohen Kosten für die Firmen aufgrund von langen Ausfällen Ihrer Mitarbeiter, Mobbing, schlechtes Betriebsklima, zu hohe Arbeitsbelastung……….

 

Tatsache ist, ein Burnout kostet die Firma viel Geld, in der Regel wird der Mitarbeiter sehr schnell in die „Psycho-Ecke“ geschoben, bekommt nicht selten als erstes Mittel der Wahl schon mal ein Anti-Depressiva verordnet und dann sitzt er in der Falle. Monatelange Behandlungen bei einem Psychologen oder Coach, nicht selten mit dem Ergebnis dass der Job der Falsche ist, der Chef zu viel von Ihm verlangt und die Kollegen ihn mobben, ach ja und da wäre dann noch wahlweise die Ehefrau oder der Ehemann die vielleicht auch nicht genügend Wertschätzung und Unterstützung entgegenbringt.

 

Dann geht’s zur Reha, Sie lernen Progressive Muskelentspannung, Yogakurse werden belegt, ein Malkurs oder vielleicht auch Töpfern gegen den Stress,…. die Möglichkeiten sind vielfältig.

 

Wenn wir jedoch ganz ehrlich sind dann hatten es unsere Großeltern mit Sicherheit härter in ihrem Leben als wir und es gab auch noch keinen Burnout.  Nicht selten mussten diese weite Wege zu Fuß zu Ihrer Arbeitsstelle hinter sich bringen, die meisten arbeiteten noch schwer körperlich, es gab auch noch keine 37 Stunden Woche und keine Gewerkschaften, die Frauen hatten keine Waschmaschinen und in der Regel auch nicht nur 1 oder 2 perfekte Wunschkinder, sondern einen „ganzen Stall“ voll Kinder. Es wurde selbst gekocht und gebacken und nicht selten war das Geld knapp und die „Hausfrau“ musste kreativ sein um alle satt zu bekommen.

 

ABER es gab auch keinen Freizeitstress, kein Handy dass in der Hosentasche steckt und nachweißlich bei 17 jährigen Jungs die Qualität der Spermien in den Zustand eines 70 jährigen Mannes versetzt (Verhütung? Wohl bald nicht mehr nötig). Kein Instagramm und Facebook auf dem ständig jede Freizeitaktivität gepostet und kommentiert werden muss, viele sehen sich so unter Druck ständig spektakuläre Freizeitaktivitäten zu unternehmen nur um etwas spannendes posten zu können. Am Wochenende mit der Familie zu grillen und auf der Terrasse zu liegen???? Undenkbar, heute wird aus grillen ein Event, Barbecue ist wohl noch das simpelste, es gibt Outdoorküchen, Grillkurse, ganze Menüs werden gegrillt, wer gibt sich da noch mit einer Wurst, einem Steak oder einem Folienkartoffel oder Maiskolben zufrieden?

 

Einfach am Sonntagmorgen eine Runde joggen oder Rad fahren? Weit gefehlt, dank der Fitbit und Appelwatch am Arm werden km und Rundenzeiten veröffentlicht was den nächsten Druck aufbaut, mit dem Rad muss es mindestens eine Alpenüberquerung sein das gehört ja heute schon zum Standardprogramm eines jeden der ein Mountain bike besitzt.

 

Auf der anderen Seite haben wir immer wertlosere Nahrungsmittel, es gibt Studien und Untersuchungen, die die Qualität und den Vitamin und Mineralstoffgehalt unserer Obst und Gemüse von 1986 – in die heutige Zeit vergleichen, das Ergebnis ist erschreckend. Die Verluste schwanken zwischen 50-über 90 Prozent. Getreide ist genmanipuliert, und Fleisch mit Antibiotika und Hormone belastet ebenso wie die Milch. Wir essen zu viele Fertigprodukte, zu viel Zucker, zu wenig Obst und Gemüse, trinken zu viel Alkohol, rauchen, haben Übergewicht, zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung und ja auch sehr viel Arbeit und Stress.

 

Und NIEMAND kommt auf die Idee, wenn wir wirklich ziemlich „fertig“ bei unseren Ärzten auftauchen ein ordentlich großes Blutbild mit einem Überblick auf unsere Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe zu machen!! Ja Sie haben recht, die Kasse bezahlt das nicht, aber es geht doch um Sie um Ihre Gesundheit, da muss man schon mal selbst Verantwortung übernehmen und in die Tasche greifen, aber es lohnt sich.

 

Das tatsächlich Problem oder die Ursache der meisten Burnout Patienten liegt nicht auf der Psychischen Seite, sondern die Ressourcen sind Verbraucht, wir haben leere Speicher und unser System funktioniert nicht mehr.

 

Wir messen täglich Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe in unserer Praxis und die Ergebnisse sind katastrophal, fast jeder Patient hat teilweise dramatisch niedrige Werte bei den Vitamin D3 Messungen, Magnesium unser wichtigstes Mineral (an über 300 Enzymen im Stoffwechsel beteiligt, das Nerven und Herzmineral) wird am meisten benötigt und ist meistens im Minus, B – Vitamine im Minus und mit Produkten aus dem Drogeriemarkt lösst sich das nicht so einfach auffüllen, wir benötigen die aktive Form die gibt’s nicht überall und die kostet auch etwas mehr, dafür kommt diese auch dort an wo sie hin soll. Aminosäuren? Noch nie gehört? Das kann nicht sein, wir bestehen daraus, es ist unser „Baumaterial“. Hat ihr Hausarzt noch nie gemessen?? Schade, ein Aminogramm ist meist sehr aufschlussreich und die Mängel einmal aufgefüllt geht’s gleich viel besser. Es gibt 10 essentielle und Semi-essentielle Aminosäuren, das heißt die müssen wir über die Nahrung zuführen, das geht aber nicht mit Fastfood und Fertiggerichten, und auch die Veganer und Vegetarier müssen sich etwas damit beschäftigen, wo und wie Sie genügend versorgt werden.

 

Vitamin C? Sie essen täglich eine Orange – wunderbar, nur leider wird es Ihren Vitamin C Spiegel im Serum nicht anheben, nein auch die Tablette oder das Pulver aus der Apotheke nicht, Studien zeigen, dass oral aufgenommenes Vitamin C den Blutserumspiegel so gut wie nicht anhebt, und genau das ist das wichtige!! Da muss es dann eben mal eine Infusionskur sein, dabei wird soviel Vitamin C ins Blut abgegeben, dass der Serumspiegel erhöht wird und das Vitamin C zu den Zielorganen gelangen kann in denen es fehlt.

 

Dies sind nur ein paar der einfachsten Dinge die zu beheben sind. Wenn der Organismus wieder ordentlich aufgefüllt ist und die Zahnräder wieder ineinander greifen, dann kommen wir auch wieder mit dem Arbeitspensum, dem Chef, den unfreundlichen Kollegen zurecht, wir freuen uns nach Feierabend auf unsere Familien und sind „stark“ genug am Wochenende auch mal einfach nur einen Spaziergang zu machen ohne Druck und Zwang.

 

Vielleicht sollte „betriebliches Gesundheitsmanagement“ Vorsorgeuntersuchungen im Sinne von Blutbildern die Sinn machen sein, als Jobsharing und nur noch 30 Stunden pro Woche zu arbeiten, denn was sollen wir dann mit der vielen Freizeit machen, einmal mit dem Fahrrad durch Australien? Die Alpenüberquerung haben wir ja schon abgehackt.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen entspannten Sonntag, genießen Sie das schöne Wetter ganz ohne Zwang und ich werde jetzt meine „handvoll“ Vitamine und Spurenelemente einwerfen gehen.

Darm und Sport

Erstaunlicherweise beschäftigen sich mittlerweile auch Sportmagazine mit dem Thema Darm. Dies freut uns natürlich sehr, da wir es schon viele Jahre tun und um die Wichtigkeit des Darmes schon sehr lange wissen und auch bei den meisten Krankheitsbildern den Darm mit in die Diagnose und Behandlung mit einbeziehen.

Für die meisten von Ihnen wird der Zusammenhang, dass der Darm für die ausbleibende Leistungsverbesserung oder gar Leistungsverschlechterung trotz intensivem Training ursächlich ist neu sein.

Sollten Sie merken dass sie nach intensiver sportlicher Aktivität Durchfall bekommen, oder ihre Leistungskurve nicht nach oben geht, obwohl Sie sich an den vorgegebenen Trainingsplan halten, werden Sie nach härterem oder längerem Training öfters krank, Sie nehmen nicht ab, obwohl Sie sich genau an vorgegebene Ernährungspläne halten?

Dann ist das Problem vermutlich die „Recycel Anlage“ Ihres Körpers, nämlich der Darm, der Ort an dem alles was wir essen verarbeitet werden muss. Jedoch kann der Darm noch viel mehr, denn er ist über Millionen von Nervenzellen mit dem Gehirn verbunden und somit geht alles was im Darm geschieht per Signal direkt über den Vagusnerv weiter ins Gehirn. Dieser Vorgang wird von den Rund zwei Kilo Bakterien bestimmt, sie entscheiden was gesendet wird. Der Wettkampf findet quasi im Darm unter den Bakterien statt denn diese sind Herrschaft und Deutungshoheit über Ihr Befinden.

Sie müssen verstehen, dass nur wenn im Darm unter den Bakterien ein physiologisches Gleichgewicht besteht und der pH-Wert in der Norm ist, dem Darm es gut geht, nur dann kann kommen vom Gehirn die Zufriedenheitssignale, diese nehmen uns Angst und Anspannung. Ein entspanntes Gehirn mit wenigen Stresshormonen sorgt wiederum dafür, dass im Darm alles reibungslos läuft.

Dies bedeutet, dass das Darmhirn nur dann optimal funktioniert wenn die größtmögliche Diversität (Vielfalt) unter den Darmbakterien vorhanden ist. Die größten Feinde eines vielfältig besiedelten Mikrobioms sind Stress, mangelnde Bewegung, Fehlernährung durch zu viel Fast Food und zuckerhaltiges Essen, zu wenig Ballaststoffe, zu viele falsche Fette.

Um zum Sport zurück zu kommen, entscheidet also der Darm ob Sie bei Ihrem nächsten Halbmarathon oder 10 km-Lauf mit Reizdarm oder Durchfall aussteigen, oder locker fröhlich mit genügend Energie im Ziel einlaufen. Des Weiteren führt ein gestörtes Mikrobiom nicht selten zu Depressionen und erhöhter Infektanfälligkeit. Denn ist der Darm nicht in Ordnung, oder die Darmschleimhaut entzündet, dann können wichtige Mikronährstoffe nicht aufgenommen werden, fehlen diese dann über längere Zeit schwächt dies den Körper und das Immunsystem und die Stimmung gehen in die Knie.

„Fitter Darm, fittes Immunsystem, gute Laune, hohe Motivation“

Haben Sie das Gefühl mit Ihrem Darm stimmt etwas nicht, dann lassen Sie doch eine Stuhluntersuchung machen. Geht ganz einfach. Wir füllen in der Praxis gemeinsam den Laborbogen aus, Sie bekommen das Abnahmematerial und einen frankierten Umschlag für das Labor mit nach Hause. Können die Abnahme in aller Ruhe vornehmen und dann in dem Umschlag in den nächsten Briefkasten und nach ca. 7-10 Tagen kommt der Befund zu uns in die Praxis und wir besprechen diesen gemeinsam mit Ihnen.  Sie werden erstaunt sein, was es für vielfältige Untersuchungsmöglichkeiten aus dem Stuhl gibt und worauf diese Hinweise geben.

„Wir machen Sie Darm-fit“

Wie gut wissen Sie über Ihre Blutwerte Bescheid?

Wissen Sie überhaupt was wir alles aus Ihrem Blut „lesen“ können? Welche Werte überhaupt möglich sind zu untersuchen? Welcher Wert sagt was aus? Nein!? Dann sind Sie hier richtig und wir freuen uns wenn Sie weiterlesen.

Da wäre das „normale“ schulmedizinische „große“ Blutbild. Hier wird die Anzahl der roten Blutkörperchen, ihre korpuläre Größe und ihr korpulärer Hämoglobingehalt gemessen, die Anzahl der weißen Blutkörperchen mit einigen Untergruppierungen, die Anzahl der Blutplättchen, der Hämatokritwert (Anteil der festen Blutbestandteile), das Hämoglobin (Blutfarbstoff an den das Eisen gebunden ist). Das wars in der Regel. Und wenn es Ihr Behandler ganz gut mit Ihnen meint, dann misst er vielleicht noch den Gesamtcholesterinwert (der leider nicht wirklich viel aussagt, denn es kommt auf das Verhältnis HDL zu LDL an), das Eisen (bei Problemen müsste auch der Eisenspeicher Ferritin gemessen werden), und mit ganz viel Glück TSH (dies scheint einer der Zusatz-Lieblingswerte zu sein die gemessen werden, bei Schilddrüsenproblemen oder auf der Suche nach Schilddrüsenproblemen hilft der alleine leider auch nicht weiter, da wären noch ein paar mehr um das Ganze wirklich beurteilen zu können.

Natrium, Kalium, Magnesium ? Alles wichtige Werte für die Funktion unseres Herzens – weit gefehlt – das ist nicht im Budget vorgesehen. Vielleicht haben sie Glück und leiden bereits an Herzrhythmusstörungen, kommt gerne bei Mangel dieser Werte vor, dann könnte es sein dass diese Werte untersucht werden.

Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Galle, Herzenzyme ????  „Nein, Sie haben doch keine Probleme mit der Leber, wegen einem Glas Wein oder Bier am Abend? Nein das ist gesund das können Sie trinken, muss man nicht untersuchen.“

Das könnte die Antwort sein, so oder so ähnlich. Da hat wohl einer in Biochemie nicht aufgepasst als Magnesium und Alkohol besprochen wurde, 1 Glas Alkohol raubt ihnen das Magnesium für die nächsten Tage. Das können Sie mit Bananen oder Nüssen gar nicht wieder aufholen. Sie bekommen nachts Wadenkrämpfe?? Magnesium messen, Wein oder Bier weglassen, auffüllen (mit Magnesium) und zwar ordentlich nicht nur ein Tütchen pro Tag.

Man möchte sich fragen wo da den die „Vorsorge“ bleibt, wenn wichtige Werte erst dann gemessen werden, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, das Organ bereits ein Problem hat. Warum nicht wirklich Vorsorge betreiben und feststellen was wo fehlt und dann eingreifen, auffüllen, dem Körper die Baustoffe zur Selbstheilung, Regeneration, Reparatur geben? Unser Körper ist so ein geniales System in jeder einzelnen Zelle ist unser kompletter Bauplan enthalten, er kann, wenn wir ihm die Möglichkeit geben selbst heilen und reparieren. Aber dazu müssen wir erst wissen was ihm fehlt und ihm die Baustoffe geben! Eigentlich logisch für jeden Mann der Auto fährt und für jede Frau die schon mal gekocht oder gebacken hat. Ohne Öl und Benzin keine Autofahrt und ohne die nötigen Zutaten kein Essen oder Kuchen.

Wenn wir jetzt zu unseren Bausteinen, den Aminosäuren, Spurenelemente, Mineralstoffen und Vitaminen kommen, spätestens dann ist die Geduld des Behandlers in den meisten Fällen ganz am Ende.

„Also Sie ernähren sich doch ganz normal, da ist der Bedarf völlig gedeckt, das müssen wir nicht kontrollieren, machen Sie sich da mal keine Sorgen.“

Wer wagt da noch zu widersprechen?

Aber wie ernähren wir uns denn wirklich? Morgens ein Brötchen mit Marmelade, zum 2. Frühstück ein Laugenbrötchen mit Leberkäse, Mittagessen Schnitzel und Pommes oder Nudeln mit Soße, zum Kaffee ein süßes Stückchen oder wenigstens 3 Kekse, Abendessen mit dem so geliebten Vesper, Brot und Wurst.

Kohlehydrate -Zucker, Zucker und nochmal Zucker, Vitamine? Spurenelemente? Mineralstoffe? weit gefehlt, Aminosäuren, tja wenn der Leberkäse und das Schnitzel von Bio-Tieren auf der Weide gehalten kommt, dann super, wenigstens 1 Baustein abgedeckt.

Aber wir möchten hier ja nicht über Essen, sondern über Blutwerte und Bausteine reden. Zurück zu den Aminosäuren – unsere wichtigsten Bausteine, aus Ihnen wird so ziemlich alles gebaut.

Wir machen in der Praxis viele Aminogramme mit vielen traurigen Werten als Ergebnis, gemessen bei Patienten die sich schlapp, müde, energielos fühlen, schlecht schlafen, sich nach dem einen Infekt gleich wieder den nächsten einfangen und das Gefühl haben sich nicht mehr zu erholen, sie leiden an Haarausfall, Heißhungeratacken, Schlafstörungen und Depressionen. Kein Wunder bei den Ergebnissen der Aminogramme.  Auffüllen!! Und dann gehen die Beschwerden wieder weg und aus einer Schnecke, die am Boden kriecht und nicht von der Stelle kommt wird wieder ein Adler!

Sie möchten Zink, Selen und Ferritin (den Eisenspeicher) gemessen haben? Wozu dass denn? Aber wenigstens Vitamin B12, Folsäure? Wenigstens Vitamin D3? „NEIN, das bezahlt die Kasse nicht“, Vitamin C (wegen der häufigen Infekte)? „Das müssen Sie aber selbst bezahlen!“, Cortisol? „warum dass den? Haben Sie Stress?“

So oder so ähnlich könnte die Unterhaltung zwischen Patient und Arzt aussehen, wenn der Patient mehr als nur das große Blutbild untersucht haben möchte.

Ja die Kasse bezahlt nicht alles das ist richtig, und dieses System ändern wir auch nicht so schnell, aber es geht doch auch um unsere Gesundheit und wir sollten lernen auch wieder etwas mehr „Selbstverantwortung“ für unsere Gesundheit zu übernehmen. Wer sich nicht gut fühlt und das Gefühl hat nicht mehr weiter zu kommen mit seiner Gesundheit und seiner Energie der sollte einmal messen und dann wieder auffüllen.

Es gibt 47 essentielle Bausteine – das „essentiell“ steht für die muss man Essen (zuführen), diese Bausteine sind Lebenswichtig. Es handelt sich um Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Fehlen auf lange Sicht wichtige Bausteine entstehen Mängel und die Mängel führen zu Problemen und Krankheit wie zum Beispiel:

  • Verdauungsprobleme weil die Verdauungsenzyme fehlen
  • Arterienverkalkung weil B6, B12 und Folsäure fehlen um das toxische Homocystein abzubauen
  • dünnes Haar, da das Keratin fehlt eine Aminosäure aus der die Haare gebildet werden
  • Hautausschläge, da der Baustoff für neue Hautzellen fehlt

Dieser Mechanismus liegt allen Erkrankungen zugrunde. Deshalb messen und auffüllen.

Ja Sie haben Recht, das kostet Geld, aber ein Urlaub, Zigaretten, das neue Auto und Hobbys kosten auch Geld und wir geben es ohne mit der Wimper zu zucken aus. Warum sind wir es uns selbst nicht wert? Sie sollten es sich wert sein vor allem dann, wenn es Ihnen nicht gut geht und Sie das Gefühl haben nichts hilft.