Überrascht war ich schon…….

Als Mitglied der Deutschen Herzstiftung e.V. in Frankfurt erhalte ich von dort regelmäßige interessante Informationen rund um die Herzgesundheit.

Überrascht war ich diese Woche über einen Flyer der Herzstiftung mit der Überschrift „Was hat der Darm mit dem Herzen zu tun“?

Ich zitiere daraus: „erst die Forschung der letzten 10 Jahre haben gezeigt, wie weitreichend der Einfluss des Darms auf den menschlichen Körper ist“.

Was in unserer Praxis ein wichtiges Standbein ist – und dafür haben wir ja eine Zertifizierung – wird jetzt in einem Forschungsprojekt untersucht: die Bedeutung der Darmbakterienflora auf die Herzinsuffizienz.

Mit dem Wissen, wie viele wichtige Funktionen die Darmflora übernimmt wird deutlich, dass ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Darmflora  Auswirkungen auf den ganzen Organismus hat – und eben auch die Herzgesundheit unmittelbar betroffen ist. Wer denkt da schon daran, wenn er sich nicht täglich mit dem Darm beschäftigt.

In dem Forschungsprojekt wird an gesunden Patienten im Vergleich mit herzkranken Patienten untersucht welche Wechselwirkungen zwischen Herz und Darm bestehen. Ob es direkte Effekte, Auswirkungen auf die Herzmuskelzellen gibt und ob bei einer entsprechenden Zufuhr von bestimmten Probiotika eine Besserung im Herzbereich zu erwarten ist.

Die Leser unserer Blogbeiträge  werden verstehen dass uns dieses Forschungsprojekt freut – jedoch auch bestätigt, was wir seit vielen Jahren in den Vordergrund stellen: Das Leben sitzt im Darm.

Deshalb setzen wir so häufig beim Darm an, auch bei Erkrankungen bei denen der Patient selbst nicht in in erster Linie an den Darm denkt – so nach der Aussage: ich habe doch täglich Stuhlgang….

Wir arbeiten nach unserem generellen Motto: erst messen – dann handeln, gleich ob im Urin, Blut oder Stuhl.

Heißt erst eine gezielte Analyse der Darmflora und des pH Wertes im Dickdarm – dann ebenso gezielt behandeln. (Wolfgang Gayer)

 

Vollwert-Ernährung

Bestimmt haben Sie schon oft darüber gelesen und dies als Empfehlung gehört, aber haben Sie sich auch schon mal Gedanken darüber gemacht was genau denn mit Vollwert – Ernährung gemeint ist? Denn Vollwert Ernährung meint weit aus mehr als Vollkorn-Getreide zu essen.

Mit Vollwert-Ernährung meint man grundsätzlich eine Ernährung, bei der unser Körper die Nahrung die wir ihm zuführen möglichst vollkommen ausschöpfen kann. Das heißt es sollten Nahrungsmittel sein die gesundheitsförderlich sind einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen haben und dann im besten Fall so schmackhaft zubereitet werden -und das auf eine möglichst schonende Weise- dass Sie gerne und häufig verzehrt werden.

Die Empfehlungen der Vollwert-Ernährung sind allgemein gehalten und daher gibt es keine dogmatischen Vorgaben, somit ist es für jeden durchführbar. Grundsätzlich gilt es den Anteil der pflanzlichen Nahrungsmittel sehr hoch zu halten. Es stehen unendlich viele Gemüsesorten zur Auswahl. Diese zubereitet mit gesunden Ölen, wie Olivenöl, Leinöl, Kokosöl, Walnusöl lässt Ihnen die Möglichkeit die Gemüsesorten auf vielfältige Art und Weise immer wieder anders zuzubereiten. Bei den Getreidearten sollte auf Weizen gänzlich verzichtet werden und immer wieder anderes Getreide verzehrt werden, so reduzieren Sie das Risiko einer Allergie. Auch hier haben wir heute wieder die Möglichkeit auf viele „alten“ Getreidesorten auszuweichen, wie Emmer, Einkorn und Kamut oder auf „Pseudogetreide“ wie Quinoa, Hirse und Amaranth.

Sicher ist, dass bei dieser Art der Ernährung der Vitamin-, Mineralstoff- und Ballaststoffgehalt automatisch ansteigt, ebenso wie der Anteil der sekundären Pflanzenstoffe.

Das Risiko an einer ernährungsbedingten Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes Typ 2 zu erkranken sinkt deutlich und Studien beweisen, dass ein hoher Gemüse- und Obstanteil vor kardiovaskulären Erkrankungen und vor Krebserkrankungen schützen kann. Der deutlichste Schutzeffekt tritt gegenüber Magen-, Darm- und Lungenkrebs ein.

Die Phytoöstrogene in den sekundären Pflanzenstoffen senken den Blutdruck, indem sie die Blutgefäße erweitern. Sie stärken das Immunsystem und schützen uns dadurch vor Erkrankungen.

Der andere große Aspekt der Vollwert-Ernährung ist jedoch auch die Nachhaltigkeit, den Klimaschutz und die Ressourcen zu schonen. Deshalb lautet die Empfehlung Fleisch nur 1 x pro Woche und aus artgerechter Biohaltung. 18% der globalen Treibhausgase entstehen bei der Tierhaltung, besonders bei Rinder und Schafen. Bei der Verdauung der Wiederkäuer entsteht Methan, dies schadet dem Klima 25 mal mehr als Kohlendioxid. Des Weiteren bringt die Massentierhaltung auch das Problem der Gülle und des großen Ackerlandverbrauchs mit sich. Große Flächen von Regenwald werden abgeholzt um dort Soja für die Tierfütterung anzubauen. Die Wasserressourcen werden verbraucht, weil zur Produktion für 1 kg Fleisch zigfach mehr Wasser benötigt wird als für 1 kg Getreide. Das Soja wird gentechnisch verändert um noch mehr Ertrag zu erhalten – und niemand kann die Spätfolgen für die menschliche DNA durch die gentechnisch veränderten Nahrungsmittel wirklich abschätzen. Vom Leid der Tiere in der Massentierhaltung und der Quälerei während des Transportes und in den Schlachtfabriken möchte ich hier gar nicht reden, wer sich jedoch dafür interessiert dem empfehle ich auf You Tube das Video „Hope for all“, ein sehr schöner Film der sowohl die gesundheitlichen Vorteile einer tierfreien Ernährung als auch die Problematik der Tierhaltung zeigt.

Somit schlagen Sie beim Verzicht von Wurstprodukten und Fleisch gleich 2 Fliegen mit einer Klappe, Sie schonen Ihre Gesundheit und die Umwelt, somit tragen Sie einen Teil zur Erhaltung der Erde für die nachfolgenden Generationen (ihre Enkel oder Urenkel) bei.

Mit Fisch sieht es ähnlich aus, auch diesen sollten Sie nicht allzu oft verzehren, da zum Einen die Meere völlig überfischt sind und dadurch das ökologische Gleichgewicht durcheinander kommt, zum anderen sind die Fische sehr stark mit Schwermetall (Quecksilber) belastet, die Zuchtfische wiederum sehr stark mit Antibiotika. Am besten sind Fische aus Wildfang und fließenden Gewässern.

Wenn Sie schon beim Einkaufen die Ressourcen schonen möchten, dann sollten Sie so oft wie nur irgendwie möglich, unverpackte Nahrungsmittel kaufen. Verzichten Sie auf Gemüse, welches in Plastik abgepackt ist. Für die Herstellung und Entsorgung dieser Verpackungen wird viel Energie aufgewendet. Wenn Sie regional und saisonal einkaufen, vermeiden Sie viele energieaufwendige Transporte durch Schiffe und Flugzeuge. Kaufen Sie kleine Mengen ein, die Sie täglich verbrauchen, oder machen Sie sich einen „Speiseplan“ für ein paar Tage und kaufen danach ein. Somit fallen weniger Lebensmittelabfälle an und die Kosten für Nahrungsmittel werden gesenkt. Und wenn Sie beim Einkaufen von Nahrungsmittel wie Kaffee, Bananen und Kakao auf Fair-Trade-Siegel achten dann verhindern Sie die Ausbeutung der Kleinbauern und Kinderarbeit, sowie unsoziale Arbeitsbedingungen.

Sie sehen Vollwert-Ernährung ist weitaus mehr als auf Vollkorn Produkte auszuweichen. Es ist ein Prozess, ein Umdenken, eine Lebenseinstellung. Dies bezahlt sich aber auf vielfältige Weise aus, es tut der Gesundheit gut, es erspart Kosten, wenn Sie auf unverarbeitete, saisonale, regionale Lebensmittel zurückgreifen (natürlich dürfen und sollen auch Ausnahmen möglich sein – kein Dogma!!!), es erhält unseren Kinder, Enkel und Urenkel vielleicht doch noch eine einigermaßen lebenswerte Umwelt.

Wo stehe ich denn gesundheitlich?

Wenn Sie sich das immer mal wieder fragen, dann haben wir für Sie 2 Diagnosemöglichkeiten zur Tendenzerkennung – wo geht die Reise hin…

Da ist zum einen die Dunkelfeldmikroskopie – die weit mehr aussagen kann, als eine Tendenz – und als Grundlage für einen Säurestatus, die Durchblutung und auch Hinweise auf Organbelastungen sehr gut geeignet ist.

Der Vorteil für Sie: wir benötigen nur einen Tropfen Blut aus Ihrer Fingerbeere und Minuten später können wir Ihre Blutzellen unter dem Mikroskop anschauen. Sie verfolgen das auf einem Bildschirm – dort können wir Ihnen auch die Veränderungen erklären – gibt es Auffälligkeiten der Blutzellen, Bildungsstörungen, ist die quantitative Verteilung im Gleichgewicht, wie steht es um Ihren Immunstatus.

Die zweite Möglichkeit ist die Regulations-Thermografie. Klar, zeitlich deutlich aufwendiger und wir brauchen auch 2 Sitzungen – dafür haben wir einen Ganzkörperstatus von der Stirnhöhle bis zur Leiste.

Die Messung besteht aus einer Erstmessung von 128 Körperpunkten bei einer Frau, 102 Punkten bei einem Mann. Danach folgt eine 10minütige Abkühlungsphase und die Zweitmessung. Die Besprechung folgt nach 2 bis 3 Werktagen.

Die Thermografie ist ein Test, der die Dynamik eines gestörten Systems anzeigt. Die thermodynamische Prüfung bietet die Möglichkeit, die Funktion eines Organismus speziell in ihrer Reiz-Antwort-Reaktion zu erkennen. Dies im Sinne einer Hypo- oder Hyperreaktion – natürlich gibt es auch eine Mischreaktion. Dort werden wir dem Bezirk besondere Aufmerksamkeit schenken, der am auffälligsten gestört ist.

Im Mamma Bereich schauen wir in erster Linie auf die „hot spots“ – eine gute Vorsorgemöglichkeit.

Die Regulations-Thermografie hilft Veränderungen im Körper schon im frühen Stadium anhand bestimmter Wärmemuster zu erkennen – gerade auch Störfelder im Zahn-Kieferbereich mit Fernwirkung auf Organe oder den Bewegungsapparat.

Wo stehen Sie? Wir beantworten Ihre Fragen gerne. (Wolfgang Gayer)

Unsere Leber

Unsere Leber– das regenerationsfähigste Organ.

Wenn wir es nicht gerade mit Füßen treten

Unermüdlich filtert die Leber Giftstoffe aus unserem Körper – egal ob Essen, Getränke, psychischer Stress (was ist dem über die Leber gelaufen?).

Um all das zu meistern ist es gut, der Leber etwas Aufmerksamkeit zu schenken.

Gleich vorab: feucht-warme Leberwickel – eine Wellness-Stunde für Ihr Organ.

Verbessert die Durchblutung – die Leber wird ohnehin schon von rund 2000 Liter Blut täglich durchflutet.

Neben der Entgiftung werden Nahrungsbestandteile so aufbereitet, dass unser Organismus daraus einen Nutzen ziehen kann – und nicht zuletzt speichert sie Nährstoffe – produziert nebenbei täglich bis zu einem Liter Gallenflüssigkeit – nötig für den Verdauungsprozess… für das Aufschießen von Fetten.

Also ein wichtiges Organ, dem wir gerade zu Zeiten von üppigen Tagen wie Urlaub oder die Fülle der deutschen Feiertage mehr Aufmerksamkeit, mehr Achtsamkeit  zukommen lassen sollten.

Auch aufgrund der Umweltsituation ist unsere Leber viel mehr belastet als alle andere Organe – regenerationsfähig – allerdings auch nicht unbegrenzt.

Fatal: bei Strapazen schmerzt unsere Leber nicht gleich – sie leidet sozusagen „still vor sich hin“.

Lange – bis unser Lebensstil mit der Unmenge an Fertiggerichten, zucker- und fetthaltig, mit Alkohol- und Nikotingenuss, Bewegungsmangel, aber auch Infektionen dazu führt, dass die Zahl der akuten und chronischen Lebererkrankungen immer schneller zunimmt – vor allem die Fettleber.

Was lässt Ihre Leber aufblühen?

Änderung des Lebensstils (Muße), weniger Fleisch- und Wurstwaren, weniger Fertiggerichte, weniger (kein) Alkohol und gar kein Nikotin.

Immer mal wieder eine Kur mit Bitterstoffen (Löwenzahn, Artischocke, Mariendistel…)

Und eben den abendlichen feucht-warmen Leberwickel: einen Waschlappen in heißes Wasser tauchen, auswringen, auf die Leber legen (rechter Oberbauch J), noch ein Handtuch drüber. Wahrscheinlich schlafen Sie dann auch tiefer und erholsamer.(Wolfgang Gayer)

 

Wir beginnen gerade erst unseren Darm zu verstehen

Bei dem Gedanke an Bakterien werden die Meisten von Ihnen eine Vorstellung von Krankheiten haben. Jedoch gibt es eine ganz andere Art von Bakterien, nämlich das sogenannte Mikrobiom, das sind all die Bakterien in Ihrer Gesamtheit, die uns besiedeln. Es ist ein sehr wichtiger Bestandteil von uns, der dafür sorgt dass wir gesund bleiben.

Heute weiss man, dass eine veränderte Darmflora die Ursache von vielen Erkrankungen, wie Hauterkrankungen, Allergien, Diabetes mellitus Typ 2, Adipositas, Arteriosklerose, Infektanfälligkeit, Nahrungsmittelunverträglichkeiten,……..

Besonders spannende ist es wenn es um Adipositas geht, da geraten 2 Bakterienarten in das Ungleichgewicht von denen die eine, wenn Sie das die Mehrheit hat, in der Lage ist den Stoffwechsel dahingehend zu verändern, dass diese Bakterien aus ansonsten „unverdaulichen“ Ballaststoffen in der Lage sind Energie (Kalorien) zu gewinnen. Somit nimmt, derjenige der von diesem „Ungleichgewicht“ besiedelt ist, ohne seine Ernährungsgewohnheiten zu verändern, plötzlich mehr Kalorien zu sich und somit auch an Gewicht zu. Da kommt dann der Teufelskreis in Bewegung, die Folge oft eine Radikaldiät, während dieser vermehren sich die Bakterien noch mehr um in dieser „Notzeit“ noch besser und noch mehr unverdauliches zu Kalorien (Energie) zu machen. Der Patient sitzt voll in der Jo-Jo-Effekt Falle und ohne den Darm mit seiner Bakterienbesiedelung wieder in das Gleichgewicht zu bringen, kommt er aus dieser nicht mehr raus. Eine einfache Stuhluntersuchung gibt Aufschluss über das Verhältnis der beiden Bakterienarten und wenn das Ergebnis erst vorliegt kann man handeln und die Besiedelung verändern.

Bei den Entzündungen der Darmschleimhaut sind es wieder ganz andere Bakterien die fehlen oder vermindert sind, da gibt es solche, die für die Muzinbildung (Schleimbildung) wichtig sind, sind diese aber zu wenig vorhanden, dann wird nicht genug Schleim gebildet und es bilden sich Entzündungen und die Schleimhautbarriere ist nicht mehr ausreichend vorhanden. Dies jedoch ist wichtig, da eine Intakte Schleimhautbarriere das Eindringen von Krankheitserregern und Keimen verhindert. Des Weiteren ist die Schleimhaut mit genügend Muzin (Schleim) auch die „Anheftungsbasis“ für unsere hilfreichen Bakterien. Auch hier nimmt dann das Ungleichgewicht immer mehr seinen Lauf und die Entzündungen der Darmschleimhaut führen nicht selten in einen chronischen Verlauf.

Dann gibt es wiederum nützliche Bakterien, die durch den Abbau von Nahrungsbestandteilen zusätzliche Nährstoffquellen wie z.Bsp.: Vitamin B12, Folsäure, Biotin und Vitamin K2 erschließen. Dies bedeutet, dass sich nicht nur Vegetarier und Veganer Sorgen um den Spiegel Ihrer Vitamine machen sollten, sondern vielmehr all diejenigen, die durch zu viel Industrienahrung und Fleisch- und Wurstprodukte den Zustand Ihres Mikrobioms verändert haben. Da nützt dann auch die „Vitaminpille“ nichts mehr, denn der Darm ist nicht in der Lage diese Vitamine zu verwerten, wenn er erst mal aus dem Gleichgewicht ist. Das heißt Vitamine per Infusion auffüllen und schnell den Darm wieder ins Gleichgewicht bringen.

Ein erstes Indiz für eine intakte Darmflora ist der Verbrauch Ihres Toilettenpapiers. (Ja Sie haben richtig gehört). Eine intakte Darmflora ist in der Lage den Stuhl so zu bilden, dass mittelbraun, wohlgeformt mit einer gleichmäßigen Schleimschicht überzogen, leicht seinen Weg nach draußen findet, das Popo abwischen findet aus reiner Gewohnheit statt, da das Toilettenpapier sauber bleibt.

Sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, und Sie möchten gerne wissen woran das liegt, dann empfehlen wir Ihnen Ihre Darmflora einmal analysieren zu lassen. Wir beraten Sie gerne, welche vielfältigen Untersuchungen es mittlerweile gibt. (Quelle „Unser Darm“ 2018 Ausgabe 2)

 

 

Bluthochdruck

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Blutdruck  –  gerade auch bei älteren Menschen

Täglich werden wir mit den Blutdruckwerten von Patienten konfrontiert die von den betroffenen Patienten als zu hoch empfunden werden – fast die Hälfte unserer älteren Patienten nimmt blutdrucksenkende Medikamente. Zu recht?

Dies ist nicht so einfach und pauschal zu beantworten. Das Thema wird recht kontrovers diskutiert.

Durch die unlängst in Amerika verkündeten neuen Richtwerte wurden über Nacht fast die Hälfte der US-Amerikaner zu Blutdruckpatienten gemacht – ein Schelm, der dabei an die Pharma Industrie denkt.

Trotzdem – Fakt ist, schon ab 125/80mm Hg steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen etwas an – erst recht, wenn andere Risikofaktoren hinzukommen: Übergewicht, Diabetes, Nikotin und Alkohol.

Mindestens genau so wichtig: warum hat der Körper den Blutdruck erhöht. Der Körper ist ja schlau und macht nichts ohne Grund. Suchen – eine Alternative dazu gibt es nicht.

Es wichtig, sich mit dem Blutdruckproblem auseinanderzusetzen, aufgeklärt zu sein und neben einer Behandlung eines hohen Blutdrucks auch an eine wirksame Vorbeugung und Begleitbehandlung zu denken – zum Beispiel durch Magnesium-Gaben– erst kürzlich in einer groß angelegten Studie bestätigt.

Entscheidend ist jedoch ein entsprechender Lebensstil: Gewichtsverminderung, körperliche Bewegung, täglich flottes gehen 30 Minuten (Schrittzähler, weil wir uns meistens überschätzen). eine Ernährung die folgende Grundelemente enthält: regional, so frisch wie möglich, so natürlich (unverarbeitet) wie möglich, kein Schweinefleisch – Fleisch überhaupt nur 2 x im Monat, 1 x wöchentlich Fisch. Gemüse, Salate, Obst (nicht so viel Süßes). Ja, das beliebte Fleisch – es gibt jedoch klare Aussagen eines Kardiologen, dessen Herz-Patienten brauchen alle keine Stunts bei entsprechender Ernährung. Hier ist wirklich Disziplin gefragt – Belohnung gute Lebensqualität). Und mein Lieblingssatz: Tun muss es sein oder es gilt nicht.

Und die Zufuhr blutdrucksenkender Elektrolyte.

Kalium und Natrium sind den meisten Patienten als natürliche Gegenspieler bei der Blutdruckregulation bekannt – wie steht es jedoch mit dem Magnesium?

Zusammen mit blutdrucksenkenden Medikamenten werden häufig auch entwässernde Mittel verordnet – das kann durchaus zu einer Elektrolytverschiebung führen. Also messen im Blut – auch Verhältnis Calcium/Magnesium.

Magnesium – es kommt natürlich auf die „bioverfügbarkeit“ an, wie viel nimmt der Körper auf. Da spielt dann auch der in unserer Praxis oft im Vordergrund stehende Darm eine Rolle.

Wieviel täglich? 600 mg sollten es schon sein – wenn der vorher gemessene Wert nieder ist, auch 800 mg oder mehr (bis an die Durchfallgrenze) – am besten als in Wasser gelöstes Granulat – hier ist tatsächlich der Einzelfall entscheiden.

Und wie wird der Blutdruck richtig gemessen? Standardisiert, das heißt immer unter den gleichen Umständen: Uhrzeit, im Sitzen nach 5 Minuten Ruhe – und dann im Abstand von 1 Minute 2 x messen und den Durchschnitt (Mittelwert) nehmen.

Bitte am Oberarm – Handgelenk ist zu ungenau. Und aufschreiben!

Bei der Messung in einer Praxis kommt oft der „Weißkitteleffekt“ zum tragen – wir messen gerne an beiden Armen – auch daraus lassen sich gewisse Schlüsse ziehen.

Auch bei diesem Thema gilt – erst messen (auch bestimmte Blutwerte) – dann handeln. Wir beraten Sie gerne.

Milchsäure – rechtsdrehend – linksdrehend, wenn Sie das verwirrt lesen Sie weiter, wir erklären es Ihnen

Der menschliche Organismus ist heute vielen Belastungen ausgesetzt. Vor allem eine Lebensweise mit ungesunder Ernährung, viel Stress und hohem Medikamentenkonsum belasten sowohl die Hauptausscheidungsorgane Niere und Leber als auch das Vegetativem. Statt vollständig ausgeschieden zu werden, werden Gift- und Schlackenstoffe im Gewebe eingelagert. Dies belastet das Gewebe und führt in der Folge zu Erkrankungen vor allem chronischer Ausprägung. Daher spielen Regulationstherapien in der naturheilkundlichen Praxis eine zentrale Rolle. Diese Therapien aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers, beseitigen die durch Gift- und Schlackenstoffe hervorgerufenen Blockaden im Gewebe und legen die Basis für eine erfolgreiche Anschlusstherapie.

Eine wichtige naturheilkundliche Therapiemethode zur Entgiftung des Bindegewebes ist die Injektion oder Infusion von potenzierter rechtsdrehender Milchsäure. Im Organismus wird die rechtsdrehende Form der Milchsäure (L(+)) als physiologisches Zwischenprodukt des anaeroben Kohlenhydratstoffwechsels gebildet. Leider kommt es im Zuge von Gär- und Fäulnisprozessen im Magen-Darm-Trakt auch zur Bildung der linksdrehenden D(-)-Milchsäure, welche nur sehr viel schwerer verstoffwechselt werden kann. Bei Anhäufung wird diese im Bindegewebe abgelagert und führt zu einer Regulationsstarre des Grundsystems, die unbehandelt zur Entwicklung chronischer Krankheitszustände führen kann. Mit der Gabe von potenzierter rechtsdrehender Milchsäure setzt man einen Reiz, der die Verstoffwechselung der linksdrehenden Milchsäure fördert, um so eine Rückführung in den physiologischen Grundzustand zu erreichen. (Pflüger, Praxishilfe für den Alltag, Ratgeber Injektionen)

Man kann auch sagen, die Milchsäure ist ein Zwischenprodukt in unserem Energiestoffwechsel. Im Stoffwechsel kann entweder linksdrehende Milchsäure gebildet werden oder die physiologisch wertvolle rechtsdrehende Milchsäure. Bei Übersäuerung des Körpers wird vermehrt die linksdrehende Milchsäure gebildet und im Bindegewebe oder Muskeln abgelagert (Cellulite, Muskelschmerzen). Rechtsdrehende Milchsäure dient als Puffersystem und baut Säurebelastungen im Organismus ab.

Die Milchsäuretherapie kann grundsätzlich immer und bei jeder Therapie als Therapieeinstieg angewandt werden um das Milieu vorzubereiten und dadurch die nachfolgenden Therapien effektiver zu machen und die Selbstregulation des Körpers wieder herzustellen.

Im Besonderen wird die Milchsäuretherapie bei nachfolgenden Krankheitsbildern angewendet:

  • rheumatische Beschwerden
  • Gelankschmerzen, Myalgien
  • Rückenschmerzen
  • Ischialgien
  • Kopfschmerzen
  • Entäußerung des Bindegewebes

Wenn Sie mehr zum Thema Milchsäure, Selbstregulation, Entsäuerung und Infusionen wissen möchten, dann besuchen Sie uns in der Praxis am Oberen Marktplatz 3 in 73614 Schorndorf.