Gute Laune – Schlechte Laune?

Hormone und Neurotransmitter entscheiden über unsere persönliche Stimmungslage. Sie lassen uns emotionale Empfindungen wie Stress, Angst, Freude und Glück mehr oder weniger stark wahrnehmen.

Einige dieser Neurotransmitter (Botenstoffe) und Hormone lösen positive Gefühle und innere Ruhe aus, andere wiederum erzeugen Streß, Angst und Unruhe.

Gerät dieses fein aufeinander abgestimmte System ins Ungleichgewicht entstehen zahlreiche psychische und physische Symptome wie Migräne, Rückenschmerzen, Reizdarm, Herzrhythmusstörungen, Angststörungen, Depressionen,…. um hier nur einige zu nennen. Aber wie kommt es zu diesem Ungleichgewicht? Das Ungleichgewicht entsteht immer dann, wenn einige der Botenstoffe nicht mehr in ausreichender Menge hergestellt werde. Hierfür gibt es entweder die Ursache der fehlerhaften Regulation oder die häufigste Ursache, nämlich eine mangelhafte Versorgung mit den Co-Faktoren, die für die Bildung und Umwandlung der Neurotransmitter nötig sind.

Die wichtigsten Neurotransmitter für ein ausgeglichenes, aktives, fröhliches Leben mit einer stabilen emotionalen Lage sind: SEROTONIN, GABA und DOPAMIN. Sie sorgen für Antrieb, Energie, Motivation, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit, Glücksempfinden und haben eine beruhigende Wirkung wenn wir zu stark unter Stress stehen.

Für deren Bildung benötigt es jedoch zuerst viele verschiedene Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge. Diese wären zum Beispiel die Aminosäuren L-Tryptophan, L-Glutamin sowie L-Tyrosin, die Vitamine der Gruppe der B-Vitamine, Vitamin D, Vitamin C, Mineralstoffe wie Zink und Magnesium. Und wenn diese Stoffe alle in ausreichender Menge vorhanden benötigen wir einen gesunden Darm mit einer ausgeglichenen Darmflora. Denn mittlerweile ist in zahlreichen Studien und wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema Darm-Hirn-Achse die Wechselwirkung von Darm und Gehirn bewiesen.

Eine Dysbiose und Funktionsstörung des Magen-Darm-Traktes hat einen wesentlichen Einfluss auf unser Stressempfinden, unser Seelenleben und unsere Hirnfunktion sowie unserer Stimmungslage. In einem gestörten Darm kann nicht mehr ausreichend Serotonin (unser Glückshormon) gebildet werden, da 95% dieses Hormons im Darm gebildet werden kann man sich die daraus entstehende Problematik leicht vorstellen.

Degenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Demenz stehen ebenfalls in Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen im Darm die über die Verbindung des Vagusnerves zum Gehirn, dort ebenfalls zu entzündlichen und degenerativen Prozessen führen können.

Während eine gesunde, ausgeglichene Darmflora mit einer dichten Barrierfunktion zu einem seelischen Wohlbefinden und einer erhöhten Leistungsfähigkeit führt.

Deshalb ist es für uns besonders wichtig bei allen psychischen Veränderungen wie Depressionen, Angststörungen, Niedergeschlagenheit,…. immer eine Stuhluntersuchung vorzunehmen und die Zusammensetzung der Darmflora zu bestimmen und die Barrierefunktion zu beurteilen, sowie eine Mineralstoffanalyse aus dem Blut im Labor erstellen zu lassen. Ein Ernährungsprotokoll des Patienten wird bei der Beurteilung der Laborergebnisse immer mit berücksichtigt, da die erste Stellschraube in Richtung Darmgesundheit immer die Ernährung ist. Danach wird der Darm wenn nötig wieder in das physiologische Gleichgewicht gebracht, fehlende Bakterien über eine angepasste Ernährung, Gabe von Pro- und Präbiotika wieder aufgefüllt. Die leeren Mikro- und Makronährstoffspeicher, werden zuerst durch orthomolekulare Medizin entweder über Infusionen oder die orale Einnahme aufgefüllt und danach wird auch hier über eine angepasste Ernährung verhindert, dass es wieder zu starken Mängel kommt.

Sollten Sie das Gefühl haben dass sie schlechter mit Stress umgehen können, häufig Niedergeschlagen sind, ängstlicher oder an Unruhezuständen und Schlafstörungen leiden, dann lassen Sie ihre Darmflora (Mikrobiota) und Ihr Blut untersuchen. Gerne können Sie auch einen Beratungstermin vereinbaren und wir können Ihnen in einem persönlichen Gespräch die nötigen Untersuchungen, Behandlungsoptionen und Kosten erläutern.

Was kann jeder selbst zum Schutz vor Corona tun.

An erster Stelle sollte der Schutz vor Ansteckung stehen, dies bedeutet die Einhaltung der bekannten Regeln, Abstand, Maske, Hände waschen, Lüften.

In der Praxis besteht seit März Maskenpflicht und es sind immer nur 2 Patienten gleichzeitig in verschiedenen Räumen da. Es gibt keine Kontakte im Wartezimmer.

Am Eingang gibt es die Möglichkeit sich berührungslos die Hände zu desinfizieren. Wir desinfizieren regelmäßig die Arbeitsflächen, die Geräte, Toilette, Türgriffe usw.

Sicher ist: Impfen allein genügt nicht. Auch wenn dieser Eindruck häufig vermittelt wird. Gefragt ist Ihr Immunsystem und neben all den o.g. Maßnahmen können Sie noch sehr viel mehr für ein starkes Immunsystem tun.

Grundsätzlich sollte jeder seine Risikofaktoren kennen und gegebenenfalls den Lebensstil ändern. Sars-CoV-2 ist auf eine stark vorerkrankte Weltbevölkerung getroffen. Dabei sind die meisten Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel und Luftverschmutzung vermeidbar. Mit einer Megastudie zeigen Forscher nun, wo Prävention ansetzen sollte.

Wir setzten (ohne Studie) bereits auf folgende Faktoren:

  • Täglich mindestens 30 Minuten Bewegung in der frischen Luft, wer die Möglichkeit hat sollte so oft wie möglich in den Wald gehen, da die Terpene der Bäume gesundheitsförderlich sind und sogar die Blutwerte sich nach einem 30 minütigem Spaziergang verbessern.
  • Eine vitalstoff- und ballaststoffreiche Ernährung mit viel Abwechslung unterstützt das Immunsystem. (Gerne beraten wir Sie dazu)
  • Darmgesundheit!! Denn unser Immunsystem sitzt zu 85% im Darm. Die ersten Anzeichen, dass in Ihrem Darm etwas nicht stimmt sind: wechselnde Stühle -mal hart, mal breiig, übermäßiger Verbrauch an Toilettenpapier -sollte eigentlich fast sauber sein, tägliche Blähungen. Dies sind nur einige Hinweise, wer es genau wissen möchte was in dem wichtigen Organ Darm los ist, der sollte eine Grundstuhluntersuchung vornehmen lassen.
  • Lassen Sie Ihre Werte von Vitamin C, Vitamin D und Zink bestimmen. Nur so können Sie diese wichtigen Vitamine auch ausreichend hoch substituieren. Denn entgegen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung reichen diese Mengen fast nie, da die gemessenen Werte drastisch niedrig sind und somit der Bedarf weit aus höher. Denn der größte Fehler den man machen kann ist eine zu niedrige Substitution mit den wichtigen Vitaminen, die dann ohne nennenswerte Wirkung ist. Deshalb immer messen und richtig, ausreichend auffüllen!!

Die Wichtigkeit von Vitamin D dürfte mittlerweile niemand mehr entgangen sein, hier gibt es mittlerweile zahlreiche Studien. Selbst im Ärztenewsletter DocCheck wird darüber berichtet. In England wird Vitamin D in jedem Haushalt kostenlos verteilt, Polen versorgt jeden Haushalt mit einem Gerät um den Sauerstoffgehalt an einem Finger zu messen, um dann bei einem erniedrigten Sauerstoffgehalt sofort reagieren zu können.

Auch der Erfolg von hohen Dosen Vitamin C per Infusion ist weitgehend bekannt bei der Behandlung von Corona-Patienten. In China wurde dies bei der ersten Welle bereits in den Krankenhäusern bei den schwer erkrankten Patienten praktiziert. 2 x täglich 15 Gramm intravenös verabreichtes Vitamin C. Warum also nicht vorher schon die Speicher ordentlich füllen und eine regelmäßige Einnahme vornehmen.

All diese Maßnahmen sind wirksam und erfolgreich. Es wäre doch Schade diese Möglichkeiten nicht auszuschöpfen und unser Immunsystem nicht bestmöglich darauf vorzubereiten. Dies gilt natürlich generell für alle Erkrankungen. Die beste Verteidigung und Waffe im Kampf gegen Krankheitserreger jeglicher Art ist ein gut funktionierendes gesundes Immunsystem.

Die kann man messen lassen und jederzeit verbessern.

Was für eine Rolle spielt die Darmflora bei COVID-19?

Im Newsletter der Firma Allergosan kam diese Woche ein interessanter Artikel über die Wichtigkeit der Darmflora im Bezug auf COVID-19 und Atemwegserkrankungen generell. Die Firma Allergosan war so freundlich uns die Veröffentlichung des Artikels zu genehmigen der nachfolgend zu lesen ist.


Die Autoren eines kürzlich in Virus Research erschienenen, wissenschaftlichen Artikels haben sich die Frage gestellt, welche Rolle die Darmflora bei COVID-19 spielen könnte. Dabei zeigen sie gleich mehrere Zusammenhänge auf, aus denen hervorgeht, dass es enge Beziehungen zwischen dem Zustand des Darm-Mikrobioms und der Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung gibt. 
  Forscher haben den Einfluss von Darmbakterien auf eine Reihe von Krankheiten bereits nachgewiesen. Von Diabetes Typ 1 und 2 bis hin zur Depression wurden Verbindungen zwischen ganz unterschiedlichen Erkrankungen und jenen Organismen beobachtet, die in unserem Verdauungstrakt leben. Der jetzt erschienene Artikel fasst jene Forschungen zusammen, die einen engeren Bezug zwischen der Gesundheit der Lunge und den Darmbakterien nahelegt.
Oberflächlich betrachtet erscheint eine engere Beziehung zwischen Darm und COVID-19 unwahrscheinlich. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Gründen, wieso eine solche Beziehung angenommen werden kann. So sind beispielsweise gastrointestinale Symptome ein häufiges Merkmal einer Erkrankung an COVID-19. In einer zu diesem Thema durchgeführten Studie (1) gaben mehr als die Hälfte der Betroffenen ernste Verdauungsbeschwerden einschließlich Durchfall und Erbrechen an. Ein weiterer Zusammenhang zwischen dem neuen Coronavirus und dem Darm betrifft die ACE-2-Rezeptoren. Diese stellen die Eingangspforte von SARS-CoV-2 in die Zelle dar und werden in bestimmten Organen des Körpers wie den Lungen, aber auch dem Verdauungstrakt vermehrt exprimiert. Der Virus wurde auch schon wiederholt im Stuhl von Infizierten nachgewiesen (2), was beweist, dass er sich in allen Abschnitten des Darms aufhalten kann.
In dem soeben in der Zeitschrift Virus Research (Impact Factor: 2.736) erschienenen Artikel (3) legen die Autoren dar, wie unser Mikrobiom sowohl das Risiko, COVID-19 zu bekommen, als auch den Schweregrad der Erkrankung beeinflussen kann. Obwohl es dazu noch keine direkte Evidenz gibt, zeigen die Forscher doch sehr überzeugend auf, wie unterschiedliche Faktoren hier zusammenwirken und miteinander interagieren.  
Die Darm-Lungen-Achse
Eine engere Beziehung zwischen Lunge und Darm ist allerdings, wie die Autoren in ihrer Publikation zeigen, auch keine ganz neue Idee. Der anschauliche Begriff einer sogenannten „Darm-Lungen-Achse“ beschreibt schon seit längerem (4) jenen intensiven Informationsaustausch, wie er zwischen Darmflora und Lunge tatsächlich stattfindet. Diese Kommunikation geht in beide Richtungen. Endotoxine und Metaboliten, von Bakterien im Darm produziert, wandern durch das Blut und gelangen auf diese Weise in die Lungen. In ganz ähnlicher Weise können Entzündungsprozesse in der Lunge die im Darm lebenden Bakterien beeinflussen. Dieser Umstand macht es möglich, dass SARS-CoV-2 auch einen Einfluss auf die Darmflora haben kann. Tatsächlich wurde auch bereits in mehreren Studien nachgewiesen, dass Atemwegsinfekte mit einer deutlichen Veränderung der Mikrobiomzusammensetzung einhergehen.
Die Forscher betonen auch, dass inzwischen schon mehrere Studien (5) einen engeren Zusammenhang zwischen dem Auftreten eines plötzlich akuten respiratorischen Syndroms (SARS, sudden acute respiratory syndrome), wie es für ernste Verläufe von COVID-19 typisch ist, und der Zusammensetzung der Darmmikrobiota, belegt haben. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass bei Mäusen (6) die Entfernung kommensaler Darmbakterien mittels Antibiotika mit einer erhöhten Anfälligkeit für eine Infektion mit dem Influenza-Virus einhergeht. Darmbakterien und Immunsystem
Nach jahrzehntelanger Forschung (7) steht heute fest, dass das Mikrobiom eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Immunsystems spielt. Wie die Autoren des Artikels erklären, helfen Bakterien dem Körper dabei, „Immunzellen auf ihre pro- sowie anti-inflammatorischen Reaktionen abzustimmen und auf diese Weise deren Anfälligkeit für verschiedene Erkrankungen zu beeinflussen.“ Dies bedeutet, dass eine ausbalancierte Zusammensetzung der Darmflora einen bedeutsamen Einfluss auf das Immungeschehen in der Lunge hat. Keimfrei aufgezogene Mäuse, die keine Bakterien in ihrem Darm beherbergen, zeigen aus diesem Grund eine reduzierte Abwehr von Krankheitserregern in der Lunge.
Andere Forscher haben wiederum gezeigt (8), dass die wiederholte Einnahme von Antibiotika mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Lungenkrebs und anderen Krebsformen in Verbindung steht, was die enorme Bedeutung einer funktionierenden Darm-Lungen-Achse veranschaulicht. Obwohl es der Wissenschaft bislang noch nicht gelungen ist, einen direkten Zusammenhang zwischen einer Infektion mit SARS-CoV-2 und der Zusammensetzung des Mikrobioms nachzuweisen, sind die Autoren der Studie davon überzeugt, dass die vorliegende Evidenz ausreichend ist, um weitere Untersuchungen zu rechtfertigen. Die Rolle der Ernährung
Die Autoren des Artikels erwähnen auch eine Untersuchung (9), die sich den Zusammenhang zwischen Darmflora, ballaststoffreicher Ernährung und allergischen Reaktionen in der Lunge näher anschauten. Dabei wurde festgestellt, dass die Konzentration an kurzkettigen Fettsäuren (SCFAs) im Blut anstieg, sobald die vorhandenen Mikroorganismen anfingen, die in der Nahrung enthaltenen Ballaststoffe zu metabolisieren. Ein schützender Effekt vor allergischen Entzündungsreaktionen in der Lunge war die Folge.  Veränderte Mikrobiota bei Covid-19 Patienten
Schließlich zeigte eine erst kürzlich erschienene Studie (10), dass Patienten mit COVID-19 eine deutlich veränderte Darmflora aufweisen, während Personen mit Lungenentzündung, aber ohne COVID-19, dies nicht tun. Zu diesem Zweck wurden während der Dauer des Spitalsaufenthalts 36 Corona-Patienten 2-3 Stuhlproben pro Woche entnommen. Die Wissenschaftler verglichen hierauf deren Daten mit Stuhlproben von 15 gesunden Personen und 6 Personen mit Lungenentzündung, aber ohne COVID-19. Das Ergebnis war, dass die Patienten mit COVID-19 zu jedem Zeitpunkt der Untersuchung eine deutlich andere Zusammensetzung der fäkalen Mikrobiota zeigten als die 21 Kontrollpersonen. Die Autoren schließen daraus, dass Versuche, die Darmflora positiv zu verändern, dazu beitragen können, den Schweregrad der Erkrankung zu reduzieren:  Abb. 1: Übersicht der Mikrobiomveränderungen durch COVID-19. In gesunden Individuen dominieren die kommensalen Spezies Eubacterium, Faecalibacterium prausnitzii, Roseburia und Lachnospiraceae. Die Darmflora von COVID-19-Patienten hingegen ist charakterisiert durch eine Vermehrung von opportunistischen Krankheitserregern. Insbesonders die Keime Coprobacillus, Clostridium ramosum und Clostridium hathewayi sind eng mit einem schweren Verlauf von COVID-19 assoziiert, während die Anwesenheit von Faecalibacterium prausnitzii einen leichten Verlauf anzeigte. Auch 4 Spezies aus der Gruppe der Bacteroidetes (B. dorei, B. thetaiotaomicron, B. massiliensis, B. ovatus), die bekannt dafür sind, die Exprimierung des ACE2-Rezeptors im Darm zu hemmen, gingen mit einer reduzierten Virenbelastung mit SARS-CoV-2 in infizierten Patienten einher (modifiziert nach Zuo et al. 2020). Quelle: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0016508520347016   Was daraus gelernt werden kann 
Aus dem zurzeit verfügbaren Wissen kann abgeleitet werden, dass Darmbakterien sowohl die Anfälligkeit einer Person für COVID-19 als auch den Schweregrad der Erkrankung beeinflussen:  Abb. 2: Sowohl eine Unterreaktion (links) wie eine Überreaktion (rechts) des Immunsystems können zu einem schweren Verlauf von COVID-19 beitragen. Eine optimal zusammengesetzte Darmflora kann dem über Vermittlung der Darm/Lungen-Achse effizient entgegenwirken. ARDS … Acute Respiratory Distress Syndrome (akutes Lungenversagen) (modifiziert nach Dhar & Mohanty 2020)
Mehr Forschung in diesem Bereich ist notwendig und darf in Anbetracht des hohen Interesses sowohl am Mikrobiom wie an SARS-CoV-2 erwartet werden. Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7217790/
  Literatur: Pan L, Mu M, Yang P, et al. Clinical Characteristics of COVID-19 Patients With Digestive Symptoms in Hubei, China: A Descriptive, Cross-Sectional, Multicenter Study. Am J Gastroenterol 2020;115:766-773.Wu Y, Guo C, Tang L, et al. Prolonged presence of SARS-CoV-2 viral RNA in faecal samples. Lancet Gastroenterol Hepatol 2020;5:434-435.Dhar D, Mohanty A. Gut microbiota and Covid-19- possible link and implications. Virus Res 2020;285:198018.Cooke KR, Hill GR, Gerbitz A, et al. Hyporesponsiveness of donor cells to lipopolysaccharide stimulation reduces the severity of experimental idiopathic pneumonia syndrome: potential role for a gut-lung axis of inflammation. J Immunol 2000;165:6612-9.Dickson RP. The microbiome and critical illness. Lancet Respir Med 2016;4:59-72.Looft T, Allen HK. Collateral effects of antibiotics on mammalian gut microbiomes. Gut Microbes 2012;3:463-7.Negi S, Das DK, Pahari S, et al. Potential Role of Gut Microbiota in Induction and Regulation of Innate Immune Memory. Front Immunol 2019;10:2441.Boursi B, Mamtani R, Haynes K, et al. Recurrent antibiotic exposure may promote cancer formation–Another step in understanding the role of the human microbiota? Eur J Cancer 2015;51:2655-64.Trompette A, Gollwitzer ES, Yadava K, et al. Gut microbiota metabolism of dietary fiber influences allergic airway disease and hematopoiesis. Nat Med 2014;20:159-66.Zuo T, Zhang F, Lui GCY, et al. Alterations in Gut Microbiota of Patients With COVID-19 During Time of Hospitalization. Gastroenterology 2020;159:944-955 e8.
hr
Copyright Institut Allergosan

https://www.allergosan.com/at/

Sinnvolle Maßnahmen um gesund und fit durch das 2. Halbjahr zu kommen

Immer wieder werden wir gefragt was man denn Vorbeugend gegen die „üblichen“ Winterkrankheiten wie Grippe, Bronchitis, Erkältungskrankheiten und die „spezielle“ Covid-19 Erkrankung tun kann.

Deshalb jetzt, wo der Herbst schon deutlich zu sehen und spüren ist einige Tipps.

An erster Stelle steht natürlich immer die Basis, welche unbestritten der Darm ist. In ihm sitzen über 80% unseres Immunsystems und wenn dieser nicht gesund ist, das heißt das Mikrobiom nicht ausreichend mit den wichtigen Bakterien besiedelt ist, oder die Darmschleimhaut entzündlich und/oder durchlässig verändert (Leaky Gut Syndrom), sowie sich pathogene Bakterien wie Klebsiellen, Chlostridien, Escherichia Coli,… , verschiedene schädliche Pilzarten wie Candida, Geotrichum oder Schimmelpilze ausgebreitet haben dann besteht erstmal dringender Handlungsbedarf und eine Darmsanierung sollte erfolgen.

Um dies festzustellen sollte spätestens im Herbst eine Stuhluntersuchung erfolgen. 

Das wichtigste Vitamin im Kampf gegen Viren ist das Vitamin C. Dies ist ein wasserlösliches Vitamin, welches der Mensch nicht selbst produzieren kann und deshalb in ausreichender Menge zu sich nehmen muss. Dies kann in ausreichender Menge aus der Nahrung nicht geschehen. Die Nahrungsmittel haben heutzutage einen Großteil der Vitamine verloren, da das Saatgut ständig nur auf Quantität und Optik verändert wurde. Studien zeigen dass ein Vitamin- und Mineralstoffverlust von bis zu 90% bei den meisten Obst-, Gemüse- und Getreidesorten „normal“ ist. Gleichzeitig aber steigt die Belastung für unser Immunsystem immer mehr an.

Eine der vielen Funktionen des Vitamin C ist die wesentliche Rolle in der Immunfunktion. Klinische Placebo-kontrollierte Studien konnten zeigen, dass eine Vitamin C Gabe, die Dauer und Schwere von Erkältungskrankheiten reduzieren, was ein Hinweis darauf ist, dass virale Atemwegsinfektionen beim Menschen durch hohe Vitamin C Spiegel positiv beeinflusst werden können. Ebenso wurde eine signifikant geringere Inzidenz von Lungenentzündungen in der Vitamin C Gruppe festgestellt. Besonders niedrige Spiegel wurden bei den Risiko-Personen ohne Substitution von Vitamin C gemessen. Dies bedeutet mit einer Grunderkrankung oder einem Risiko wie erhöhter Stress, Alter, Mangelernährung muss dringend Vitamin C substituiert werden um einen ausreichend hohen Spiegel und somit Schutz zu erhalten.

Hochdosierte Vitamin C Infusionen haben den Aufenthalt auf der Intensivstation um 7,8% verkürzt und die Sterblichkeitsrate signifikant reduziert.

In dem von Covid-19 besonders stark betroffenen Land China wurde eine aktuelle klinische Studie veröffentlicht. 50 mittelschwere bis schwere Covid-19 Patienten wurden über 7-10 Tage erfolgreich intravenös mit hochdosiertem Vitamin C behandelt. Zwischen 2 g und 10 g pro Tag in schweren Fällen bis zu 20 g pro Tag. Der Lungenstatus stabilisierte und verbesserte sich bei allen Patienten in Echtzeit. Alle 50 Patienten konnten geheilt und entlassen werden keiner starb. Die Aufenthaltszeit im Krankenhaus verkürzte sich und kein Patient erlitt Nebenwirkungen.

Auch hier unsere Empfehlung lassen Sie Ihren Vitamin C Spiegel messen und notfalls rechtzeitig und ausreichend auffüllen.

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, welches durch Hilfe der UVB Strahlung der Sonne in der Haut gebildet wird oder über Nahrung und Substitution zugeführt werden kann.

Der Vitamin D-Mangel stellt mittlerweile ein großes globales Problem dar, weltweit ist mehr als eine Milliarde Menschen aller Altersgruppen von einem Vitamin D-Mangel betroffen. 

Ein Vitamin D-Mangel gilt in mehreren Studien nachgewiesen als potenzieller Risikofaktor für verschieden Krankheiten. Hierzu gehören Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Autoimmunerkrankungen.

Die Vitamin D Konzentration im Blut nimmt mit zunehmendem Alter ab. Die Gründe dafür sind der geringere Aufenthalt in der Sonne und die verminderte Vitamin-D-Produktion in der Haut. Forscher vermuten, dass diese hohe Prävalenz wahrscheinlich zum ersten Ausbruch von COVID-19 im Winter und zur hohen Sterblichkeitsrate bei älteren Erwachsenen beigetragen hat. Einige Wissenschaftler sehen deshalb Vitamin-D-Mangel als einen mutmaßlichen Risikofaktor für COVID-19 an. Auch eine aktuelle Studie der Uni Hohenheim zeigt bei schwer erkrankten Patienten einen niedrigen Vitamin D Spiegel.

In verschiedenen klinischen Studien wurden niedrige Vitamin D-Spiegel mit Infektionen der oberen Atemwege, epidemischer Influenza, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung und allergischem Asthma in Verbindung gebracht.

Da Vitamin C ein fettlösliches Vitamin ist, ist es hier besonders wichtig den Spiegel vor einer sinnvollen Substitution messen zu lassen, denn nur dann ist gewährleistet eine ausreichend hohe Dosierung, jedoch nicht zu hoch vorzunehmen.

Natürlich spielt auch ein gesunder Lebensstil und eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung, reich an Ballaststoffen eine große Rolle. Tägliche Bewegung in der frischen Luft und ein gesundes Streßmanagment.

Wie sie sehen können wir sehr viel für ein gut funktionierendes Immunsystem machen.

Alle o.a. Untersuchungen können einzeln oder auch jetzt im Zusammenhang mit unserem Herbstcheck vorgenommen werden.

Calcium und Osteoporose

Wussten Sie, dass ein erwachsener Mensch über 1 Kilogramm Calciumvorrat verfügt? Davon befinden sich 99% in den Knochen und Zähnen, das 1% im Blut und im Extrazellularraum.

Jedoch hat dieses 1% wichtige Funktionen, wie die Zuständigkeit für die Muskelkontraktionen und somit auch für den Herzmuskel, ebenso ist Calcium für den Eisenstoffwechsel wichtig und für die Nervenfunktion, sowie die Blutgerinnung. Bei einer Allergie wirkt Calcium juckreizlindernd und es wirkt schmerzlindernd.

Der Großteil von Ihnen wird Calcium wahrscheinlich aber nur mit Knochengesundheit und Osteoporose in Verbindung bringen. Dies führt zu dem Irrtum dass man „nur“ ausreichend Calcium zu sich nehmen muss und schon hat man starke, stabile Knochen bis ins hohe Alter. Ganz egal ob das Calcium aus Tabletten oder reichlich Milchprodukten stammt, viel hilft viel.

 

Aber stimmt das auch? Und ist es egal aus welcher Quelle das Calcium stammt? Gibt es noch andere wichtige Faktoren für starke Knochen?

Diese Fragen möchte ich Ihnen hier beantworten.

Hierzu möchte ich kurz den Begriff Osteoporose erklären. Dies ist eine Knochenstoffwechselerkrankung, bei der die anabole (aufbauende) Aktivität der Knochen abnimmt und die katabole (abbauende) Aktivität überwiegt. Dies bedeutet es wird mehr Knochenstruktur abgebaut als aufgebaut, somit der Knochen immer schwächer und instabiler. Normalerweise sind diese Aktivitäten ausgeglichen.

Da laut offiziellen Leitlinien Calciummangel die Hauptursache für Osteoporose ist möchte ich der Frage nachgehen, was genau passiert denn wenn der Knochen zu wenig Calcium hat. Er verliert den Bestandteil, der ihm die Festigkeit gibt, übrig bleibt dann ein weiche, elastische Masse. Was macht ein elastischer Knochen?? Er ist nicht brüchig, er wird biegsam. Somit ist der Knochen zwar auch instabil, aber nicht brüchig. Dem osteoporösen, brechenden Knochen fehlen hauptsächlich die Kollagenfasern, die Bindegewebsstrukturen die für die Elastizität des Knochens sorgen und erst in 2. Linie das Calcium. Dies würde auch erklären warum gerade in Ländern und Personengruppen in denen viel Calcium über Milchprodukte verzehrt wird die Osteoporose weit verbreitet ist.

Die alleinige Gabe von Calcium verringert das Osteoporose Risiko nicht. Denn die Calciumresorption ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig.

 

Vitamin D sorgt für den Transport des Nahrungscalcium aus dem Darm durch die Darmschleimhaut in die Blutbahn. Fehlt Vitamin D kann nicht ausreichend Calcium aus den Darm ins Blut gebracht werden.

Magnesium ist nicht nur ein weiterer wichtiger Bestandteil des Knochengewebes, sondern für den Calciumeinbau in den Knochen mitverantwortlich. Auch hier befinden sich ca. 65% unseres Magnesiums im Knochen und in den Zähnen.  Zusätzlich ist das Magnesium an der Umwandlung des inaktiven Vitamin D in die aktive (für unseren Organismus verwertbare Form) Vitamin D beteiligt.

Wenn wir also für unsere Knochengesundheit etwas Gutes tun möchten, dann benötigen wir Calcium, Vitamin D und Magnesium.

Calcium und Magnesium sollten in einem Verhältnis 2:1 eingenommen werden. Denn ist die Calciumaufnahme zu hoch wird dadurch die Verdrängung und Ausscheidung von Magnesium erhöht. Dadurch kommt es zu einem Magnesiummangel und dieser verhindert dass das vorhandene Calcium in den Knochen eingebaut wird.

In Kuhmilch liegt das Calcium-Magnesium-Verhältnis bei 10:1 und in Hartkäse bei 30:1!!! Somit ist Kuhmilch und Käse völlig ungeeignet um die Knochenstabilität zu verbessern oder Osteoporose vorzubeugen.

Ein weiteres nicht zu vergessendes Vitamin ist das Vitamin K, welches für die Bildung des Osteocalcin wichtig ist. Osteocalcin bindet Calcium und baut es in den Knochen ein, gleichzeitig verhindert es die übermässige Mineralisierung und somit eine erhöhte Bruchgefahr.

Vitamin C ist unverzichtbar für die Bildung der so wichtigen kollagenen Fasern, also jene Strukturen, die unseren Knochen geschmeidig  halten.

 

Dies sind nur die wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe auf die ich hier eingehen möchte, es gibt noch eine ganze Reihe Spurenelemente und Mineralien die wir auch benötigen, die jedoch in einer ausgewogenen pflanzlich betonten Ernährung automatisch verzehrt werden.

Ein zusätzlicher wichtiger Faktor ist die Bewegung, denn die beste Ernährung oder Substitution nützt nichts, wenn der Knochen nicht ausreichend bewegt und belastet wird. Druck- und Zugbelastung sind für starke Knochen unverzichtbar. Nur dadurch wird der Knochen angeregt stabiler zu werden – und zwar bis ins hohe Alter.

Dies bedeutet: körperliche Arbeit, Krafttraining mit Gewichten oder an Geräten mit Widerstand, wandern, Rad fahren,……..und eine optimale Ernährung, sowie ein ausreichend hoher Vitamin D Spiegel sind notwendig um auch noch im Alter stabile Knochen und somit einen aufrechten Gang zu haben.

 

Falls Sie sich jetzt fragen, was Sie essen sollen um „optimales“ Calcium aufzunehmen kommt hier eine kleine Aufzählung von Nahrungsmitteln die Sie mit Calcium versorgen.

Brokkoli, Brennessel, Grünkohl, Gartenkresse, Petersilie, Sesam, Rucola, Blattsalate, Algen, Mandeln, Haselnüsse, Chiasamen, Trockenfeigen, Rosinen, Kichererbsen, weiße Bohnen, Amaranth, Tofu, Quinoa,…….

Hier sind die Mandeln besonders hervorzuheben, denn laut einer Studie von 2011 Jul, 60(7):923-9.(Postprandiale Auswirkungen des Verzehrs von Mandeln auf die Menschlichen Osteoklastenvorläufer – eine Ex-vivo-Studie) nimmt nach einer Mahlzeit mit Mandeln die Zahl der knochenabbauenden Knochenzellen (Osteoklasten) um 20% ab und die Calciumabgabe aus dem Knochen um 65% zu. Mandeln sind also ein super Nahrungsmittel zugunsten der Knochengesundheit und ein Glas Mandelmilch oder ein Joghurt auf Mandelmilchbasis jedem Glas Kuhmilch hier vorzuziehen.

 

Wenn Sie mehr Fragen zur Osteoporose vorbeugenden Ernährung haben oder ihren Calcium-, Magnesium-, und Vitamin D Wert bestimmt haben möchten, sowie zur Substitution von Calcium und anderen wichtigen Vitaminen und Mineralien dann beraten wir Sie gerne.

(Quelle: Akademie der Naturheilkunde, hollistische Gesundheit)

Vitamin C – der Immunbooster

 

Der Mensch kann Vitamin C nicht selbst herstellen und ist auf Vitamin C aus der Nahrung angewiesen. Leider hat unsere Nahrung einen Großteil der Vitamine verloren, durch überdüngte und ausgelaugte Böden, sowie Saatgut, welches nur noch auf Quantität anstatt auf Qualität ausgelegt ist. Im Falle einer Erkrankung reicht der Vitamin C Gehalt durch Ernährung oder orale Einnahme nicht mehr aus und es werden vermehrt freie Radikale gebildet, die die Zellen angreifen und den Zellstoffwechsel stören (Oxidativer Stress).

Hohe Vitamin C Dosen die im Krankheitsfall als Infusion verabreicht werden können dagegen die freien Radikale abfangen, wirken antientzündlich und halten den regulären Zellstoffwechsel aufrecht.

Wir empfehlen Vitamin C Infusionen bei:

  • nach einer Chemotherapie
  • bei chronischen Entzündungen „Silent Inflammation“
  • bei allen allergischen Erkrankungen
  • bei zu hoher Histaminausschüttung, da Vitamin C Histamin abbaut
  • bei allen bakteriellen und viralen Infektionen
  • bei Depression und Burnout
  • für Raucher und Leistungssportler
  • vor und nach Operationen

 

​Vitamin C in Form von Tabletten oder Pulver wird durch den Dünndarm aufgenommen und ins Blut abgegeben. Da die meisten Nahrungsergänzungsmittel nur eine geringe Bioverfügbarkeit haben, werden nur kleinen Mengen vom Darm aufgenommen, der Rest wird unverbraucht ausgeschieden. Voraussetzung ist hier natürlich eine gesunde Darmflora und Darmschleimhaut.

Mit einer Infusion dagegen gelangt die ganze Menge an Vitamin C direkt ins Blut und kann dort seine volle Wirkung entfalten.

  • In der Grippe- und Heuschnupfenzeit kann hochdosiertes Vitamin C als Infusion im Gegensatz zur oralen Aufnahme (als Tablette oder Pulver) das Immunsystem rasch unterstützen und die Abwehrkräfte wirkungsvoll steigern.
  • Ganz aktuell für alle die sich nach einer durchgemachten Corona-Erkrankung wieder erholen sorgt Vitamin C für eine schnellere Regeneration. Es läuft gerade eine internationale Studie mit dem Ergebnis, dass selbst bei Erkrankung mit schwerem Verlauf die intravenöse Gabe von Vitamin C zu einer deutlich kürzeren Beatmungszeit und schnelleren Erholung führt.
  • Bei viralen Infekten führt oxidativer Stress zur Infektanfälligkeit. Der therapeutische Nutzen von Vitamin C Infusionen ist hierbei nachgewiesen und ist vor allem bei beginnenden Anzeichen eines Infektes merklich wirksam.
  • Bei bakteriellen Infekten führt ein besonders hoher Verbrauch von Vitamin C schnell zu Mangelzuständen. Hier können die Infusionen zu einer schnellen und wirksamen Wiederherstellung des fehlenden Vitamins beitragen.
  • Weiter gibt es Hinweise, dass Vitamin C Infusionen bei Herpes Zoster (Gürtelrose) die Rate der gefürchteten schmerzhaften Postzoster-Neuralgien deutlich reduzieren.
  • Chronische Erkrankungen können auch Vitamin-C-Mangel auslösen. Dazu zählen v.a. chronisch-entzündliche Erkrankungen, Allergien, Depressionen sowie Tumorerkrankungen.

 

 

Der Vorteil einer Infusion ist es, dass das Vitamine C dem Körper sofort in großen Mengen zur Verfügung gestellt und dadurch vollständig verwertet werden kann.

Eine Infusionsbehandlung empfiehlt sich immer bei Mangelzuständen, schweren Infekten, viralen Belastungen und chronischen Krankheiten sowie allen entzündlichen Prozessen.  Desweiteren wird eine Infusionstherapie  zur präventiver Stärkung des Immunsystems eingesetzt, hier  ist es auch oft sinnvoll sich einen individuellen Therapieplan erstellen zu lassen, je nach Bedarf auch in Kombination mit Aminosäuren, anderen Vitaminen und Mineralstoffe.

Jedoch gilt auch hier: Immer vorher die Werte bestimmen um dann auch die fehlenden Stoffe ausreichend aufzufüllen.

 

Welche Probleme macht ein kranker Darm?

 

Denken wir an einen kranken Darm, so assoziieren wir das meist mit Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Die Symptome, die ein kranker Darm macht sind aber sehr vielfältig und beeinträchtigen mit der Zeit andere Organsysteme.

 

So kann ein kranker Darm mit der Zeit folgende Symptome machen:

Übergewicht

Untergewicht

Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Akne

Müdigkeit, Erschöpfung

Schlafprobleme wie Einschlaf-, und Durchschlafstörungen

Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen

Schilddrüsenprobleme wie Hashimoto und andere Autoimmunerkrankungen durch ein         Leaky Gut Syndrom

Blähungen/Verstopfung und Durchfall

Infektanfälligkeit

Silent Inflamation (stille, unterschwellige, ständige Entzündungen)

 

Wir wissen mittlerweile sehr gut Bescheid über das Mikrobiom (Bakterienbesiedelung in unserem Darm) und die Auswirkung auf unsere Gesundheit und verschiedene Stoffwechselprozesse.

 

So wissen wir heute dass ¾ unseres Immunsystems in unserem Darm sitzen. Dies bedeutet jedoch gleichzeitig, wenn wir nicht für eine gute Darmgesundheit sorgen, vernachlässigen wir die Gesundheit und Funktion unseres Immunsystems.

 

Durch eine lang anhaltende Dysbiose entsteht ein Leaky Gut Syndrom, dies bedeutet die Darmbarriere ist durchlässig für nicht zu Ende verdauter Nahrungspartikel welche in den Blutkreislauf gelangen, wo diese aber nicht hingehören und allerlei Reaktionen des Immunsystems hervorrufen.

 

90% unseres Glückshormones Serotonin wird im Darm aus der Aminosäure Tryptophan produziert. Somit ist es nicht verwunderlich, dass ein gesunder Darm für unser Wohlbefinden an erster Stelle steht. Patienten mit Depressionen haben fast immer eine veränderte Darmflora.

 

Wie behandeln wir den Darm wenn er aus dem Gleichgewicht geraten ist?

Der 1. Schritt ist die Regulation der Darmflora, dies bedeutet die pathogenen Bakterien zu beseitigen bzw. zu vermindern, ebenso eventuell vorhandene Pilze.

 

Im 2. Schritt werden die verminderten wichtigen Bakterien wieder mit einem passenden Probiotika erhöht.

 

Die Schleimschicht der Darmschleimhaut wird wieder verbessert indem man den beiden schleimbildenden Bakterienarten Akkermansia muciniphila und Faecaltibacterium prausnitzii ausreichend Nahrung in Form von bestimmten Präbiotika anbietet, so dass diese sich wieder ausreichend vermehren können.

 

Anschließend werden wir wenn notwendig im 3. Schritt die Reneneration der Darmschleimhaut mit dem Einsatz von für die Schleimhaut notwendigen Substanzen zur Selbstheilung anregen.

 

Der letzte und 4. Schritt sollte wenn notwendig die Unterstützung des Immunsystems sein. Hier können Infusionen oder oral eingenommene Substanzen zum Einsatz kommen.

 

Eine Darmsanierung in diesem Umfang, je nach vorhandener Schädigung und Dysbiose nimmt bis zu 1 Jahr Zeit in Anspruch. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Beschwerden relativ zeitnah zu Beginn der Therapie beginnen sich zu verbessern. Jedoch sollte regelmäßig kontrolliert werden und die Pro- und Präbiotikas nicht zu früh wieder abgesetzt. Deshalb immer Rücksprache mit dem behandelnden Therapeuten halten.

Da die Ernährung eine essentiell wichtige Rolle bei der Darmgesundheit spielt beraten wir unsere Patienten auch hier ausreichend um eine darmgerechte Ernährung für jeden individuell zu finden.

 

Nicht vergessen: Gesundheit und Wohlbefinden beginnt in einem gesunden Darm.

 

 

 

 

Luft im Bauch

  • Warum Blähungen weder normal noch gesund sind

Die meisten von Ihnen werden wohl dieses unangenehme, drückende Gefühl kennen. Der Bauch bläht sich auf, führt zu unangenehmen Krämpfen, Seitenstechen und manchmal bis zur „gefühlten“ Atemnot. Wer Glück hat bekommt Erlösung durch das Ablassen der Gase in Form eines „Pups“.

Häufig jedoch gehen die Gase gar nicht so einfach ab oder man hat gar nicht die Möglichkeit sie loszuwerden, da man in Gesellschaft ist. Das führt dazu dass man sich über Stunden mit Bauchkrämpfen quält.

Doch woher kommen diese vermehrten Gasbildungen und was passiert dadurch in unserem Verdauungstrakt.

Ursachen für „Blähungen“ gibt es sehr viele. Gelegentliche Blähungen treten meist auf wenn wir etwas „blähendes“ wie Hülsenfrüchte, Schokolade, Kuhmilchprodukte oder auch bestimmte Obst- und Gemüsesorten gegessen haben, wenn wir zu schnell essen und zu wenig kauen (dadurch kommen nicht genügend Verdauungsenzyme aus der Mundspeicheldrüse in den Speisebrei). Dies sind die harmloseren Ursachen für Blähungen, die wohl jeder kennt und die schnell wieder verschwinden.

Ursächlich verantwortlich für Blähungen sind die Colibakterien, diese gehören in den Dickdarm und fermentieren dort Ballaststoffe und Kohlenhydrate aus der Nahrung -das ist ihr Job- dabei entstehen ganz natürlich Gase, diese sind jedoch unter „normalen Umständen“ kein Problem, die merken wir nicht, da sie von der Darmschleimhaut absorbiert werden oder unbemerkt entweichen.

Kommt es jedoch zu einer Dysbiose im Dickdarm, d.h. einer Fehlbesiedelung der Bakterien und die Colibakterien nehmen überhand reicht dies schon für vermehrte Gasbildung aus, was jedoch erst der Anfang der „Kettenreaktion“ darstellt. Denn durch die Vermehrung eines Keimes findet automatisch eine Verdrängung der physiologisch wichtigen Bakterienarten statt, dadurch können sich andere pathogene Keime, wie z.Bsp. die Gasbildner Clostridien auch wieder mehren, da Rezeptorenplätze frei geworden sind. Jetzt entsteht so viel Gas, dass es den Dickdarm stark aufbläht, was auch an der Bauchform von außen (Sie kennen das !) sichtbar wird. Das eigentlich Problem ist jedoch der Druck den die Gase auf die Ileozäkalklappe (Rückstauventil zum Dünndarm) ausüben, denn dies hält dem Druck nicht auf Dauer stand und öffnet sich immer wieder für kurze Zeit. In diesen Sekunden können Colibakterien in Richtung Dünndarm nach oben wandern, wo diese auf keinen Fall hingehören, denn der Dünndarm hat eine andere Besiedelung mit Bakterien als der Dickdarm. Einmal nach „oben“ gelangt überwuchern die Colibakterien dort die Flora und es kommt zu einer sogenannten Dickdarmfehlbesiedelung DDFB. Nun entstehen noch mehr Gase, die einen noch längeren Weg nach „außen“ vor sich haben, diese schädigen die Darmschleimhaut können zu einem löchrigen Darm (LeakyGutSyndrom) führen und in den Blutkreislauf gelangen.

Bei diesen Gasen handelt es um Zellgifte wie z.Bsp. Ammoniak. Dies möchte man nicht im Blutkreislauf haben, da es die Leber belastet und die Blut-Hirn-Schranke durchdringen kann. Es entsteht eine dauerhafte Leberüberlastung und der sogenannte Gehirnnebel (BrainFog) kann auftreten, dies ist ein Gefühl der Benommenheit, Unkonzentriertheit und/oder Watte im Kopf.

Ist der Dünndarm fehlbesiedelt, die Schleimhaut des Dickdarm geschädigt und ein Leaky Gut Syndrom entstanden dann werden Nährstoffe nicht mehr richtig vom Körper aufgenommen und es entstehen Mineral- und Vitaminmängel. Dadurch hat unser Immunsystem zu wenig Antioxydantien bereit und die Zellen zu wenige Baustoffe. Es entstehen Silent inflamation (stille Entzündungen), die wiederum ursächlich für viele chronische und schwere Erkrankungen sind.

Jetzt gilt es zuerst die Dysbiose zu erkennen und die Besiedelung der Darmflora wieder in das Gleichgewicht zu bringen und die Gasbildung zu reduzieren. Die Ernährung sollte angeschaut werden und gegebenenfalls verändert, ebenso der Umgang mit Stress. Eventuell entstandene Entzündungen oder Mängel werden wieder behoben und aufgefüllt und langfristig entstandene Erkrankungen verschwinden nicht selten oder werden deutlich verbessert wenn „nur“ sinnvolle Darmsanierung (immer erst nach einer Untersuchung der Darmflora!!!) stattgefunden hat. Diese erfordert jedoch seine Zeit und Konsequenz. Meist tragen die Patienten die zu uns kommen ihre „Probleme“ schon Monate oder gar Jahre mit sich herum. Eine Darmsanierung beansprucht einen Zeitraum von 6-12 Monaten alles andere sind unseriöse Versprechungen. Dies bedeutet nicht, dass die Beschwerden schon nach einigen Wochen beginnen besser zu werden.

Möchten sie mehr über eine Fehlbesiedelung des Mikrobiom, Leaky Gut Syndrom oder Meteorismus wissen dann beraten wir Sie gerne.

Corona Covid-19 Corona

 

Seit Wochen das beherrschende Thema bei den Menschen und es wird uns noch eine Zeit begleiten.

Aus unserer Sicht sind 5 Punkte wichtig – wichtig um gesund zu bleiben:

Aktiv-Sauerstoff-Atemtherapie – Sauerstoff ist antibakteriell und antiviral. Dem Vernehmen nach wurde der britische Premier zuhause noch mit Sauerstoff behandelt.

Wir empfehlen unseren Aktiv-Sauerstoff 2 x wöchentlich je eine halbe Stunde einzuatmen.

Kosten je Sitzung 25 €

Vitamin C Infusionen mit je 7,5 g. In China werden die Intensivpatienten schon seit längerer Zeit mit 12 g Vitamin C intravenös behandelt und es hat sich gezeigt dass dadurch die Beatmungszeit eindeutig kürzer ist. Es läuft momentan eine Studie mit internationaler Beteilung zu Corona und Vitamin C. Für unser Immunsystem ist Vitamin C der Booster.

Kosten je Infusion 70€, Dauer ca. 20 Minuten.

Mundschutz – in der Erwartung dass die Menschen die notwendigen Lockerungen richtig verstehen und die 3 Regeln besonders beachten.

Abstand halten – 1,5 bis 2 m und die Entschleunigung beim Warten genießen – endlich mehr Zeit zum Denken haben, oder die Zeit in der Warteschlange für eine kleine Meditation nutzen: Einatmen, Ausatmen, nichts denken.

Hände waschen –gründlich mit warmem Wasser und Seife, 30 Sekunden und auch die Fingerkuppen und den Daumen nicht vergessen.

Es lohnen sich alle 5 Punkte für die eigene Gesundheit – für die Gesellschaft und für eine schnellere Rückkehr zur Normalität.

Update für das Immunsystem

In der momentanen Zeit ist ein starkes, gut funktionierendes Immunsystem noch wichtiger als es sowieso schon ist. Denn ein starkes Immunsystem entscheidet darüber an einer Viruserkrankung überhaupt zu erkranken, schwer zu erkranken oder erst gar nicht zu erkranken.

Eigentlich ist der menschliche Körper mit einem gut funktionierenden Immunsystem doppelt geschützt nicht zu erkranken.

Die 1. Schutzbarriere gegen das Eindringen von Viren oder auch Bakterien bilden die Schleimhäute mit Ihren Immunglobulinen und Immunzellen. Versagt diese haben wir noch die 2. Schutzbarriere, nämlich die Immunzellen und die Antikörper. Das bedeutet wenn es denn einem Virus gelingt die 1. Schutzbarriere zu durchdringen, dann schaffen es die Immunzellen und die Antikörper die in den nächsten Stunden und Tagen gebildet werden die Infektion eines milden Verlaufes innerhalb ein paar Tagen zu bekämpfen.

Doch dazu benötigen wir ein gut funktionierendes, starkes Immunsystem.

Nachfolgend möchte ich Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie selbst Ihr Immunsystem stärken können.

  1. Ein wichtiger Punkt ist keine Angst zu haben, weder vor einer Wirtschaftskrise noch vor einer Viruserkrankung. Angst ist ein schlechter Berater und Angst schwächt unser Immunsystem. Durch Angst entsteht Stress und Stress erhöht unseren Cortisolspiegel, ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel schwächt das Immunsystem.
  2. Ernähren Sie sich jetzt besonders wertvoll. Das bedeutet wenn möglich täglich frisch zu kochen, viel Gemüse, Kräuter, Salate, Fleisch und Eier aus biologischer Weidehaltung. Produkte von Tieren aus der biologischer Weidehaltung enthalten wichtige Nährstoffe wie das Omega 3 in Eiern oder auch die wichtige Aminosäure Lysin in Eiern und Parmesankäse.
  3. Sorgen Sie für einen gesunden Darm, eine ausreichende und ausgeglichene Bakterienbesiedelung im Darm und eine dichte, gesunde Darmschleimhaut, denn die Darmschleimhaut steht über die Schleimhautstraße mit der Schleimhaut im Hals-Nasen-Rachenbereich in direkter Verbindung. Und da die Viren den 1. Kontakt mit der Schleimhaut im Mund-Rachenbereich haben ist es unerlässlich dafür zu sorgen, dass diese gesund und ausgeglichen ist.
  4. Versorgen Sie sich zusätzlich mit den für das Immunsystem wichtigen Mikronährstoffen. Dazu zählen Zink, Selen, Vitamin D3, Vitamin C und Vitamin A. Wichtig ist jedoch eine ausreichend hohe Dosierung und gute Qualität. Nicht bei jedem Produkt auf dem Zink oder Vitamin C steht kommt dieser Mikronährstoff auch wirklich in der Zelle an.
  5. Bewegen Sie sich, gehen Sie joggen, Rad fahren, spazieren möglichst im Wald. Denn Bewegung erhöht das Potential Ihrer natürlichen Killerzellen.

Wenn Sie Fragen zu den Mikronährstoffen, Ernährung oder dem Zustand Ihres Darmes haben, vielleicht auch Ihren Stresspegel anhand eines Cortisol-Tagesprofiles wissen möchten, dann beraten wir Sie gerne.

Und zum Schluss noch ein Rezept für einen gesunden, scharfen, antiviralen Start in den Tag:

Beginnen Sie direkt nach dem Aufstehen Ihren Tag im Bad mit 5 Minuten Ölziehen mit Kokosöl. Kokosöl verhindert nachweislich das Andocken der Viren an die Schleimhaut und greift die Viren selbst an. Einfach einen Teelöffel Öl währen des Duschens, oder dem Toilettengang kräftig im Mund hin und her zuzzeln und durch die Zähne ziehen. Anschließend in ein Küchentuch spucken und im Hausmüll entsorgen. Bitte weder in die Toilette oder das Waschbecken spucken, da es dort einen öligen Film hinterlässt. Danach wie immer Zähne putzen.

Vor der 1. Tasse Kaffee ein kleines Schnapsglas „Ingwer-Shot“ trinken. Hier kann man anstatt der teuren kleinen Flaschen ganz einfach einen Wochenvorrat selbst herstellen. Somit weis man dass es frisch ist, ohne Konservierungsstoffe und es spart noch Müll. Hier kommt das Rezept:

Den Saft von 5 Biozitronen und 1 Bioorange auspressen und in einen Mixer geben, jeweils ca. 45 gr. Frische Kurkuma- und Ingwerwurzel (gerne mit Schale) und eine Prise schwarzen Pfeffer dazugeben. Das ganze gut Mixen, in eine Flasche geben und in den Kühlschrank stellen. Reicht für 2 Personen 1 gute Woche und geht ganz schnell.

Wir wünschen Ihnen erholsame, sonnige und vor allem gesunde Ostertage. Für alle die noch Fragen haben oder mehr für Ihr Immunsystem machen möchten sind wir am Ostersamstag von 8.30-11.00 in der Praxis und ab Dienstag 14.04. wieder täglich ab 7.00 Uhr.

Ihre Heilpraktiker Martina Aichholz und Wolfgang Gayer