Fasten – Darmreinigung

Ein paar Worte zum Fasten.

Viele beginnen das neue Jahr, nach der Völlerei über die Feiertag, mit einer Fastenkur. Grundsätzlich eine gute Sache, jedoch kann diese durch ein paar Maßnahmen zu einer deutlich erfolgreicheren und nachhaltigeren Therapie gemacht werden.

Durch das „reine“ Fasten werden unsere Verdauungsorgane entlastet. Es kommt nach einer gewissen Fastenzeit zur Autophagie, dies bedeutet, dass deine Zellen sich erneuern und eine Art Verjüngungsprozess einsetzt.
In der Regel werden die Fastentage mit dem Abführen entweder durch Glaubersalz oder sogar durch eine Colon-Hydro-Therapie begonnen, dies dient dem Zweck das Hungergefühl im Griff zu haben.

Nach dem Fasten kommt dann die Fastenbrech-Mahlzeit und eine gewisse Zeit werden die meisten noch diszipliniert und motiviert sein um weiterhin gesund und massvoll zu essen.


Aber was ist mit unserer Darmgesundheit??? Warum wird die so aussen vor gelassen? Wenn denn der Darm schon keinen „normalen-alltäglichen“ Inhalt mehr hat, wäre dies der beste Zeitpunkt um am Ende des Fasten die Colon-Hydro-Therapie anzuwenden, dabei kann man mit minimalem zeitlichen und finanziellen Aufwand alte Kotreste die sich über Jahre oder Jahrzehnte an der Darmwand angesammelt haben anlösen und abspülen. Von diesen Altlasten tragen wir zwischen 4-8 kg mit uns herum (je nach Lebensstil und Lebensalter), diese hemmen die Aufgaben des Darmes, die Nährstoffaufnahme, den Stoffwechsel (Gewichtsmanagement) und schwächen unser Immunsystem, welches zu 80% im Darm sitzt.

 
Und wer jetzt das Ganze als Vorsorge, Verjüngung oder Reset für einen gesunden Darm machen möchte, der sollte vorher eine Mikrobiomuntersuchung machen um dann eine ausgewählte, sinnvolle Symbioselenkung durchzuführen. Und bitte geht nicht einfach irgendwohin und besorgt euch irgendein Probiotika, denn wenn ihr das falsche auswählt oder gar eine Dünndarmfehlbesiedelung habt dann richtet ihr mehr Schaden als Nutzen an. 

Mehr zur Dünndarmfehlbesiedelung (SIBO) gibts im nächsten Beitrag.

Grüße zum Jahreswechsel

Liebe Patientinnen und Patienten,

das Jahr 2022 neigt sich dem Ende zu. Die letzten Wochen und Tage wurde viel über die Folgen des Krieges in der Ukraine, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, das drohende Zusammenbrechen unseres Krankensystems, Medikamentenmangel, Energiekrise,… geschrieben und geredet, ich möchte den Fokus zum Jahresende auf das neue, bevorstehende 2023 lenken. 

Jeder hat 365 neue Tage und sollte aus jedem einzelnen Tag den bestmöglichen versuchen zu machen. 

Dies betrifft sowohl unsere psychische, seelische Gesundheit als auch unsere körperliche.

Ich möchte Sie dabei so gut wie möglich unterstützen und bin deshalb ständig dabei mich weiterzubilden, persönlich weiterzuentwickeln und täglich zu wachsen, um Ihnen die bestmögliche Vorsorge, Behandlung und Therapie bieten zu können.

Für das Jahr 2023 wird es einige Neuerungen geben und Altes, was zu Corona Zeiten nicht möglich war (wie die Smoothie-Aktionen) wird wieder stattfinden.

Das Jahr wird durchstrukturiert, in dem es für jeweils 2 Monate einen Schwerpunkt gibt, bei dem es besondere Angebote, viele neue Informationen und Tipps auf der Internetseite und über mein Instagram Profil zu entdecken gibt. Nachfolgend können Sie den Jahresplan sehen.

  • Januar/Februar steht im Zeichen der Entgiftung und Ausleitung, alles zum Thema wie man die Ausleitungsorgane Darm, Niere, Leber und Lymphe stärkt. Dazu gibt es im Januar noch das gültige Angebot über 4 Colon Hydro Behandlungen.
  • März/April beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Ernährung, Bewegung und dem Lebensstil auf chronische Erkrankungen.
  • Mai/Juni steht im Zeichen unseres Nervensystems. Wie können wir es stärken, für Entspannung sorgen und welche Hormone und Neurotransmitter sind wichtig?
  • Juli/August sind die Monate der Entsäuerung und Knochengesundheit. Wie kann ich Osteoporose vorbeugen und/oder Knochen wieder stärken?
  • September/Oktober sind die Monate zur Stärkung unseres Immunsystems. Wie erkenne ich ein schwaches Immunsystem und wie kann ich es sinnvoll stärken und langfristig widerstandsfähig machen?
  • November/Dezember widmen sich der Herzgesundheit und unseres Kreislaufsystems

Schauen Sie also regelmäßig auf meiner Internetseite www.gayer-aichholz.de vorbei und erfahren Sie neueste Infos und Aktionen, oder auf Instagram.

Ich wünsche Ihnen einen gesunden Jahreswechsel und einen energiereichen Start in 2023.

Ihre Martina Aichholz

Immunsystem stärken

Liebe Patientinnen und Patienten,

der Herbst ist da – zum Glück mit schönem Wetter- und der Winter steht vor der Tür.

Jetzt ist die richtige Zeit sich um sein Immunsystem zu kümmern und leere Vitamin-, Mineralstoff- und Aminosäurenspeicher aufzufüllen und sich um seine Darmgesundheit zu kümmern.

Hier ist eine Infusionstherapie ein effektives Mittel um ohne große Umwege mit schnellem Erfolg die Speicher zu füllen und das Immunsystem zu boostern.

Eine Infusion kann individuell auf die Bedürfnisse eines jeden Patienten zusammengestellt werden. Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und naturheilkundliche, homöopatische Medikamente können als Infusion verabreicht werden.

Die Bioverfügbarkeit liegt bei 100%.

Oral verabreichte Substanzen sind hier deutlich im Nachteil, denn alles was wir schlucken geht zuerst mal über die Leber, ein Teil wird von der Leber „entgiftet“ (das ist die Aufgabe der Leber). Hierbei geht Wirkstoff verloren und die Leber wird unnötig belastet. Das was jetzt noch an Wirkstoff übrig bleibt gelangt in den Darm.

Ein gestörter Darm mit einer Fehlbesiedelung oder einem Leaky Gut ist hier eine sehr große Barriere für die Aufnahme der Nährstoffe und Wirkstoffe. Der Teil, der es hier tatsächlich noch schafft über den Darm ins Blut aufgenommen zu werden ist nur noch ein Bruchteil der ursprünglich eingenommenen Substanzen, und auch hier entscheidet letztendlich die Qualität des Produktes über die Bioverfügbarkeit und den Anteil an Wirkstoff der in der Zelle ankommt.

Eine Infusionstherapie weist eine Bioverfügbarkeit von 100% auf, die Wirkstoffe gelangen direkt während des Verabreichen der Infusion über das Blut in die Zelle und können dort wirken und/oder leere Speicher auffüllen.

Es gibt die Möglichkeit nahezu für fast jedes Problem eine individuelle Infusion zusammen zustellen, egal ob Vitaminmangel, Erkrankungen, Stress,  Entgiftungsprobleme, Leistungssportler oder Manager.

Infusionen können vorsorglich bei hoher Belastung egal ob körperlich oder psychisch zusammengestellt und verabreicht werden, so kann Burnout vermieden werden.

Ich empfehle vorab ein Blutbild zu erstellen um Mängel aufzudecken und eventuelle Probleme in Organsystemen zu erkennen und die kritischen Werte dann gezielt zu verbessern und aufzufüllen.

Bei chronisch, entzündlichen Erkrankungen reicht häufig eine einfache Vitamin C-Hochdosis Infusionstherapie zur Verbesserung des Immunsystems und des Allgemeinempfindens.

Wenn Sie neugierig geworden sind oder mehr über eine individuelle Infusionstherpie wissen möchten, berate Ich Sie gerne.

Martina Aichholz

PARKINSON UND DAS DARMMIKROBIOM

Aktuelle Studien und Veröffentlichungen zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Darmmikrobiom und der Parkinson Erkrankung.

Morbus Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Beiden Patienten kommt es zusätzlich zu gastrointestinalen Beschwerden. Viele der Patienten haben bereits Jahre (teilweise Jahrzehnte) vor der Diagnose Obstipation (Verstopfung) oder andere Darmbeschwerden.

Mittlerweile gibt es Hinweise darauf, das das enterische Nervensystem (ENS) bereits vor dem Zentralnervensystem beeinträchtigt wird. Dies unterstützt die These, dass bei einem Teil der Patienten die Erkrankung im Gastrointestinaltrakt, genauer gesagt im Darm beginnt und sich dann auf das zentrale Nervensystem ausbreitet.

Das Nervensystem des Darmes (ENS) ist über den Sympathikus und den Vagusnerv (Darm-Hirn-Achse) mit dem Zentralnervensystem verbunden. Über diese neuronale Kette ist es pathologischen Peptiden möglich sich prionenartig zwischen Darm und Gehirn auszubreiten.

Darm-assoziierte Symptome nehmen Ihren Ursprung wiederum durch Veränderungen der Zusammensetzung der Darmmikrobiota und der metabolischen Aktivität.

Die neuesten Veröffentlichungen zeigen, dass insbesondere die bakterielle Dysbiose eine der wichtigen Faktoren bei der Pathogenese der Parkinson-Krankheit spielen.

Die Entstehung der Parkinson-Krankheit wird demnach über Veränderungen des Darmmikrobioms entlang der Darm-Hirn-Achse moduliert oder initiiert. Es wird vermutet, dass eine verstärkte Entzündung, die durch erhöhte Spiegel fäkalen Markern für Entzündungen und Darmpermeabilität (Leaky Gut) angezeigt wird, mit einer Dysbiose im Darm einhergeht.

Verschiebungen innerhalb des Mikrobioms, Vermehrung von pathogenen Bakterien, Verminderung wichtiger physiologischer Bakterien und besonders die Vermehrung von Pilzen spielen hier bei der Entstehung eine große Rolle.

Ebenso die bakterielle Überwucherung des Dünndarms (SIBO), die sich häufig daraus ergibt.

Das Darmmikrobiom moduliert die Darm-Hirn-Achse durch die Sekretion von Neurotransmittern, Zytokinen und die Produktion von kurzzeitigen Fettsäuren.

In der Pathogenese am auffälligsten war die relative Häufigkeit des Schimmelpilzes Geotrichum candidum (Milchschimmel) mit einer relativen Häufigkeit von 39,7%!!.

Falls dieser Geotrichum candidum tatsächlich eine Rolle bei der Entstehung von Parkinson entsteht kann dieser vermutlich als Biomarker in der Diagnose benutzt werden.

Ebenso stehen die kurzzeitigen Fettsäuren im Fokus der momentanen Studien und Untersuchungen. Diese werden durch den Fementationsprozess von Bakterien im Darm produziert und sind wichtige aromatische Aminosäuren die das Gehirn beeinflussen.

Fazit, die Dysbalance des Darmmikrobioms scheint bei Morbus Parkinson und anderen neurologischen Erkrankungen weitaus bedeutsamer zu sein, als bisher angenommen.

Dies freut mich hier in der Praxis ganz besonders, da es zeigt dass die Diagnostik und Behandlung rund um das Mikrobiom nicht nur für uns „Naturheilkundler“ so wichtig ist sondern endlich auch in der Schulmedizin einen hohen Stellenwert bekommt. Bei mir in der Praxis werden diese Untersuchungen des Mikrobioms täglich vorgenommen und die Dysbiose und Fehlbesiedelung behandelt. Tatsächlich zeigt sich die letzten Jahren deutlich ein vermehrtes Vorkommen des Geotrichum candidum Pilzes.

Deshalb ist für mich in der Vorsorge die Mikrobiomuntersuchung eine der wichtigsten Untersuchungen neben einem großen Blutbild. (Quelle:DocCheck01.07.20221,Parkinson,der Pilz der zittern läßt)

Corona – Covid-19 – Long Covid

Die täglichen Meldungen überschlagen sich – vermutlich stehen wir vor einem neuen Lockdown. Keine andere Erkrankung hat unseren Alltag je so beeinflusst

Was könnten wir Alle tun?

Im Prinzip nicht viel – jedoch Entscheidenes:

Erinnern Sie sich an die ersten Regeln?

AHA + L    Abstand halten  – Hygiene  – Mund-Nasenschutz  – lüften.

UND unser Immunsystem fitt halten:

  • Vitamin C die Rolle von Vitamin C zur Vorbeugung aber auch Behandlung von Infektionen ist Jedem bekannt. Studien haben ergeben: Hochdosiertes Vitamin C Infusionen verkürzten den Krankheitsverlauf
  • Vitamin D Viele erkrankte weisen einen deutlichen Vitamin D Mangel auf. Nachweislich senkt eine hoher D Spiegel die Infektanfälligkeit.
  • Vitamin A sorgt für das Zellwachstum von Haut und Schleimhäuten und hält damit deren Barrierefunktion gegen Erreger.
  • Zink spielt im Immunsystem eine entscheidende Rolle.
  • Selen stärkt die Bildung von Abwehrzellen, z.B. Antikörper gegen Viren
  • Coenzym Q10 verkürzt den Verlauf von schweren Lungenentzündungen. Wichtig auch nach Impfungen

Bei all diesen Fragen beraten und unterstützen wir Sie gerne.

Vitamin C – nicht nur für’s Immunsystem wichtig

Den meisten ist Vitamin C als immunstärkendes, antioxidatives Vitamin bekannt. Jedoch hat Vitamin C weitaus wichtiger Funktionen und Aufgabe in unserem Körper.

Vitamin C ist für die Bildung verschiedener Hormone und Neurotransmitter essentiell. Nachfolgend eine Aufstellung der verschiedenen Hormone/Neurotransmitter für deren Synthese Vitamin C ein wichtiger Cofaktor ist.

  • 5HTP, die Vorstufe des „Glückshormones“ Serotonin, aus diesem wird wiederum das Hormon Melatonin gebildet, welches unseren Tag-Nacht-Rythmus und somit die Schlafqualität bestimmt.
  • Noradrenalin und Adrenalin, wichtige Neurotransmitter in der Stressreaktion
  • Kortison und Hydrocortison, welche einen entzündungshemmenden Effekt haben, ebenso an der Stressreaktion beteiligt sind und an unserem Stoffwechsel
  • Vitamin D, beteiligt an unserem Immunsystem, Knochenstoffwechsel und wichtig für die Psyche (Nervensystem)
  • Gastrin, ein wichtiges Hormon, welches Einfluß auf die Verdauungsfunktion (Darmbewegung und Gallensekretion) hat.
  • TRH, ein überregulierendes Hormon zur Steuerung der Ausschüttung unserer Schilddrüsenhormone

Vitamin C wirkt antiallergisch, in dem es den Histaminabbau fördert, da es den histaminabbauenden Enzymen als Cofaktor dient. Gleichzeitig stabilisiert es die Mastzellen und reduziert die Ausschüttung von Histamin.

Weitere Aufgaben von Vitamin C:

  • die Aufnahme von Eisen aus dem Dünndarm wird durch die gleichzeitige Gabe von Vitamin C deutlich erhöht und verbessert,
  • recycelt Vitamin E und Glutathion
  • hilft bei der Umwandlung von Folsäure in die aktive Form
  • schützt unsere Gefäße und erhöht die Stickstoffverfügbarkeit
  • sorgt für die Synthese von Prolin und Lysin zu Hydroxprolin, welches in Kollagenstrukturen eingebaut wird und für die Stabilität aller bindegeweblicher Strukturen sorgt.
  • erhöht den Cholesterinabbau und unterstützt die Leber in ihrem Abbau von schädigenden Stoffen

Wodurch entsteht ein Vitamin C Mangel?

Chronische Erkrankungen führen grundsätzlich zu einem deutlich erhöhten Vitamin C-Bedarf und zu einem Mangel. Viele Arzneimittel, wie Schmerzmittel, Antidepressive, Beruhigungsmittel, Blutverdünner, künstliche Hormone, Zytostatika erhöhen den Vitamin C Bedarf ebenso wie eine Chemo- und Strahlentherapie.

Des Weiteren entsteht ein Vitamin C Mangel durch Ernährungsfehler und Diäten, sowie lange und falsche Lagerung frischer Lebensmittel. Regelmäßiger Alkoholkonsum, sowie Rauchen, Streß, leistungsorientierter Sport, körperliche Arbeit, Schwangerschaft, Wachstum, Infektionskrankheiten und Operationen erhöhen den Vitamin C Bedarf ebenfalls deutlich.

Der Vitamin C Gehalt in unseren Nahrungsmittel ist über die letzten Jahre um bis zu 90% vermindert. Zeitgleich steigt die Zahl der chronisch Kranken, die Umweltbelastung durch Toxine und Schwermetalle nimmt zu ebenso steigt der Stress und Druck bereits bei Grundschulkinder deutlich an.

Je nach Lebenssituation und/oder Grunderkrankung bzw. akuter Erkrankung, sowie bevorstehender oder überstandener Operation ist es sinnvoll eine Ergänzung mit Vitamin C entweder oral oder durch Infusionen vorzunehmen.

Corona und die Darmflora

Zwischen Corona und der Darmflora wurden erstmals Zusammenhänge in neuen Studienergebnissen festgestellt.

So scheint es dass sich die Zusammensetzung der Darmflora bei Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind so verändert, dass die entzündungsfördernden Bakterienarten vermehrt sind und die entzündungshemmenden Bakterien vermindert werden.

Bei den entzündungsfördernden Bakterien handelt es sich z.Bsp.: um die Arten Ruminococcus torques, Rumonococcus gnavus oder Bacteroides dorei, während folgende Bakterien entzündungshemmend sind, Faecalibacterium prausnitzii, Eubacterium rectale und Bifidobakteria.

Je schwerer der Coronaverlauf eines Patienten, desto deutlicher wird die Bakterienverschiebung und desto höher der Anteil der entzündungsfördernden Bakterienarten.

Noch sind die Studien nicht so weit fortgeschritten um Ergebnisse über die Prävention oder einer Therapie gegen Covid-19 zu sagen, jedoch sind wir uns sicher dass es immer wichtiger wird rechtzeitig einen Blick auf die Darmgesundheit zu werfen und die Darmbakterien wieder in ein Gleichgewicht zu bringen.

Wir empfehlen mindestens 1 x jährlich 1 Stuhluntersuchung zu machen um die Bakterienbesiedelung zu bestimmen. Dann können eventuell verminderte entzündungshemmende Bakterienarten rechtzeitig erhöht werden und eine Dysbiose der Darmflora wieder in eine Symbiose gebracht werden.

Reizdarm

Ca. 15% aller Erwachsenen leiden am Reizdarmsyndrom. Aber was genau ist das Reizdarmsyndrom? Die Symptome können sehr unterschiedlich sein, von Blähungen, Völlegefühl, Verstopfung, Bauchkrämpfe bis hin zu Durchfällen ist die ganze Bandbreite möglich. Die Nerven im Darm sind beim Reizdarmsyndrom sehr empfindlich und reagieren mit mit einer übertriebenen Aktivität der Darmmuskulatur, wodurch die unterschiedlichen Beschwerden entstehen. Das Reizdarmsyndrom wird nicht durch Infektionserreger oder eine Lactoseunverträglichkeit ausgelöst. Auslöser ist hierbei häufig Stress, jedoch verschlechtern Unverträglichkeiten und Fehlbesiedelungen die Situation der Reizdarmpatienten unabhängig vom auslösenden Stressfaktor zusätzlich noch mehr.

Gleichzeitig sind diese Fehlbesiedelungen im Darm ein Therapiehindernis (übrigens nicht nur für Reizdarmpatienten, sondern alle Erkrankungen die eine entzündliche Komponente haben und alle Autoimmunerkrankungen).

Die Therapie des Reizdarm findet immer ganzheitlich statt. Zuerst versuchen wir herauszufinden was dem Patienten den meisten Stress verursacht, und wie der Stress reduziert werden kann oder der Patient einen anderen Umgang zu den ihn stressenden Situationen bekommt. Ziel ist es Resilienz aufzubauen durch Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, MBSR, Achtsamkeitstraining.

Eine Bestimmung des Mikrobioms durch eine Stuhlanalyse sollte immer zur Standarduntersuchung gehören, denn nur so kann eine Dysbiose, eine Verschiebung des pH-Wertes oder eine Störung der Darm-Blut-Schranke (LeakyGut-Syndrom) festgestellt werden. Wenn der Befund vorliegt wird die Dysbiose in Symbiose gebracht, die Permeabilität durch Schäden an der Darmschleimhaut behandelt. Liegen starke Veränderungen vor oder gar eine Besiedelung mit Pilzen oder pathogenen Keimen ist die Colon-Hydro-Therapie eine erfolgreiche Behandlungsmethode um angesammelte, stagnierte Fäulnis- und Abfallprodukte an den Wänden des Darmes zu beseitigen.

Ohne eine entsprechende Umstellung der Ernährung- und der Lebensumstände wird jedoch die beste Therapie nicht dauerhaft erfolgreich sein. Deshalb bitten wir immer um ein Ernährungsprotokoll über eine Zeitraum von ca. 1 Woche. Je nach Befund und Symptomatik versuchen wir zusammen mit dem Patienten die optimalen Nahrungsmittel und Ernährung herauszufinden. Dies ist mitunter der schwierigste Punkt, da wir als Therapeuten hier auf die Mitarbeit der Patienten angewiesen sind. Es erfordert oftmals viel Geduld bis die Ernährung umgestellt ist auf eine Darmfreundliche und Bakterienförderliche Ernährung. Aber nur so ist gewährleistet, dass die mit Probiotika zugeführten Darmbakterien sich langfristig im Darm des Patienten auch weiterhin vermehren und ihre Arbeit leisten.

Sollten auch Sie an einem Reizdarm leiden, dann beraten wir Sie gerne in einem unverbindlichen Gespräch.

Darm und Viren

Neueste Forschungsergebnisse bestätigen, dass der Darm mit seinem Mikrobiom (Vielfalt der Darmbakterien) eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Viren spielt.

Probiotische Bakterien sind wichtig für eine intakte Darmbarriere und beeinflussen die Immunzellen des darmassoziierten Immunsystems positiv, des Weiteren sind sie in der Lage unerwünschte Eindringlinge wie Viren auf verschiedene Arten zu inaktivieren.

Hierbei ist der sogenannte Tapping-Mechanismus der häufigste Mechanismus, den die probiotischen Darmbakterien verwenden. Ganz spezielle Bakterienstämme können hierbei die Viren „einfangen“ und an ihre Zelloberfläche binden, wo sie diese festhalten.

Andere Bakterienstämme können antivirale Substanzen aktiv ausschütten (Laktat oder Wasserstoffperoxid) dadurch wird die weitere Vermehrung der Viren erschwert und/oder die Interaktion des Virus mit seiner Zielzelle gestört.

Der 3. Mechanismus ist die Rezeptor-Blockade. Hierbei besetzen die Bakterien die Oberfläche der Zellen an der Darmschleimhaut und verhindern dass die Viren an diese Rezeptoren andocken um in die Zelle zu gelangen.

Zu guter letzt haben wir noch die probiotischen Zellen, die die „Fresszellen“ aktivieren. Diese „fressen“ die Viren und bauen sie ab.

Diese Mechanismen sind bereits in mehreren wissenschaftlichen Forschungsarbeiten nachgewiesen worden.

Grundvoraussetzung, dass all dies funktioniert ist jedoch eine gesunde Darmflora, bei der diese wichtigen Bakterien ausreichend vorhanden sind.

Ein Grund mehr sich um die Darmgesundheit zu kümmern und den Zustand der Darmflora bestimmen zu lassen, um dann rechtzeitig Defizite der Darmflora mit den entsprechenden richtigen Probiotikas zu behandeln. Hier genügt es nicht ein „Standard-Produkt“ aus der Drogerie, dem Reformhaus oder dem Internet einzunehmen. Eine Untersuchung der Darmflora zeigt genau welche Bakterienstämme fehlen und anschließend können diese auch wieder ganz gezielt zugeführt werden.

Danach ist eine Ernährung, die den Bakterien die richtige und ausreichend Nahrung bietet unerläßlich, denn die Bakterien sollen sich selbst vermehren und in der Darmschleimhaut wieder sesshaft werden.

(Kundeninformation Institut AllergoSan)

Gute Laune – Schlechte Laune?

Hormone und Neurotransmitter entscheiden über unsere persönliche Stimmungslage. Sie lassen uns emotionale Empfindungen wie Stress, Angst, Freude und Glück mehr oder weniger stark wahrnehmen.

Einige dieser Neurotransmitter (Botenstoffe) und Hormone lösen positive Gefühle und innere Ruhe aus, andere wiederum erzeugen Streß, Angst und Unruhe.

Gerät dieses fein aufeinander abgestimmte System ins Ungleichgewicht entstehen zahlreiche psychische und physische Symptome wie Migräne, Rückenschmerzen, Reizdarm, Herzrhythmusstörungen, Angststörungen, Depressionen,…. um hier nur einige zu nennen. Aber wie kommt es zu diesem Ungleichgewicht? Das Ungleichgewicht entsteht immer dann, wenn einige der Botenstoffe nicht mehr in ausreichender Menge hergestellt werde. Hierfür gibt es entweder die Ursache der fehlerhaften Regulation oder die häufigste Ursache, nämlich eine mangelhafte Versorgung mit den Co-Faktoren, die für die Bildung und Umwandlung der Neurotransmitter nötig sind.

Die wichtigsten Neurotransmitter für ein ausgeglichenes, aktives, fröhliches Leben mit einer stabilen emotionalen Lage sind: SEROTONIN, GABA und DOPAMIN. Sie sorgen für Antrieb, Energie, Motivation, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit, Glücksempfinden und haben eine beruhigende Wirkung wenn wir zu stark unter Stress stehen.

Für deren Bildung benötigt es jedoch zuerst viele verschiedene Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge. Diese wären zum Beispiel die Aminosäuren L-Tryptophan, L-Glutamin sowie L-Tyrosin, die Vitamine der Gruppe der B-Vitamine, Vitamin D, Vitamin C, Mineralstoffe wie Zink und Magnesium. Und wenn diese Stoffe alle in ausreichender Menge vorhanden benötigen wir einen gesunden Darm mit einer ausgeglichenen Darmflora. Denn mittlerweile ist in zahlreichen Studien und wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema Darm-Hirn-Achse die Wechselwirkung von Darm und Gehirn bewiesen.

Eine Dysbiose und Funktionsstörung des Magen-Darm-Traktes hat einen wesentlichen Einfluss auf unser Stressempfinden, unser Seelenleben und unsere Hirnfunktion sowie unserer Stimmungslage. In einem gestörten Darm kann nicht mehr ausreichend Serotonin (unser Glückshormon) gebildet werden, da 95% dieses Hormons im Darm gebildet werden kann man sich die daraus entstehende Problematik leicht vorstellen.

Degenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Demenz stehen ebenfalls in Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen im Darm die über die Verbindung des Vagusnerves zum Gehirn, dort ebenfalls zu entzündlichen und degenerativen Prozessen führen können.

Während eine gesunde, ausgeglichene Darmflora mit einer dichten Barrierfunktion zu einem seelischen Wohlbefinden und einer erhöhten Leistungsfähigkeit führt.

Deshalb ist es für uns besonders wichtig bei allen psychischen Veränderungen wie Depressionen, Angststörungen, Niedergeschlagenheit,…. immer eine Stuhluntersuchung vorzunehmen und die Zusammensetzung der Darmflora zu bestimmen und die Barrierefunktion zu beurteilen, sowie eine Mineralstoffanalyse aus dem Blut im Labor erstellen zu lassen. Ein Ernährungsprotokoll des Patienten wird bei der Beurteilung der Laborergebnisse immer mit berücksichtigt, da die erste Stellschraube in Richtung Darmgesundheit immer die Ernährung ist. Danach wird der Darm wenn nötig wieder in das physiologische Gleichgewicht gebracht, fehlende Bakterien über eine angepasste Ernährung, Gabe von Pro- und Präbiotika wieder aufgefüllt. Die leeren Mikro- und Makronährstoffspeicher, werden zuerst durch orthomolekulare Medizin entweder über Infusionen oder die orale Einnahme aufgefüllt und danach wird auch hier über eine angepasste Ernährung verhindert, dass es wieder zu starken Mängel kommt.

Sollten Sie das Gefühl haben dass sie schlechter mit Stress umgehen können, häufig Niedergeschlagen sind, ängstlicher oder an Unruhezuständen und Schlafstörungen leiden, dann lassen Sie ihre Darmflora (Mikrobiota) und Ihr Blut untersuchen. Gerne können Sie auch einen Beratungstermin vereinbaren und wir können Ihnen in einem persönlichen Gespräch die nötigen Untersuchungen, Behandlungsoptionen und Kosten erläutern.