Gute Laune – Schlechte Laune?

Hormone und Neurotransmitter entscheiden über unsere persönliche Stimmungslage. Sie lassen uns emotionale Empfindungen wie Stress, Angst, Freude und Glück mehr oder weniger stark wahrnehmen.

Einige dieser Neurotransmitter (Botenstoffe) und Hormone lösen positive Gefühle und innere Ruhe aus, andere wiederum erzeugen Streß, Angst und Unruhe.

Gerät dieses fein aufeinander abgestimmte System ins Ungleichgewicht entstehen zahlreiche psychische und physische Symptome wie Migräne, Rückenschmerzen, Reizdarm, Herzrhythmusstörungen, Angststörungen, Depressionen,…. um hier nur einige zu nennen. Aber wie kommt es zu diesem Ungleichgewicht? Das Ungleichgewicht entsteht immer dann, wenn einige der Botenstoffe nicht mehr in ausreichender Menge hergestellt werde. Hierfür gibt es entweder die Ursache der fehlerhaften Regulation oder die häufigste Ursache, nämlich eine mangelhafte Versorgung mit den Co-Faktoren, die für die Bildung und Umwandlung der Neurotransmitter nötig sind.

Die wichtigsten Neurotransmitter für ein ausgeglichenes, aktives, fröhliches Leben mit einer stabilen emotionalen Lage sind: SEROTONIN, GABA und DOPAMIN. Sie sorgen für Antrieb, Energie, Motivation, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit, Glücksempfinden und haben eine beruhigende Wirkung wenn wir zu stark unter Stress stehen.

Für deren Bildung benötigt es jedoch zuerst viele verschiedene Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge. Diese wären zum Beispiel die Aminosäuren L-Tryptophan, L-Glutamin sowie L-Tyrosin, die Vitamine der Gruppe der B-Vitamine, Vitamin D, Vitamin C, Mineralstoffe wie Zink und Magnesium. Und wenn diese Stoffe alle in ausreichender Menge vorhanden benötigen wir einen gesunden Darm mit einer ausgeglichenen Darmflora. Denn mittlerweile ist in zahlreichen Studien und wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema Darm-Hirn-Achse die Wechselwirkung von Darm und Gehirn bewiesen.

Eine Dysbiose und Funktionsstörung des Magen-Darm-Traktes hat einen wesentlichen Einfluss auf unser Stressempfinden, unser Seelenleben und unsere Hirnfunktion sowie unserer Stimmungslage. In einem gestörten Darm kann nicht mehr ausreichend Serotonin (unser Glückshormon) gebildet werden, da 95% dieses Hormons im Darm gebildet werden kann man sich die daraus entstehende Problematik leicht vorstellen.

Degenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Demenz stehen ebenfalls in Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen im Darm die über die Verbindung des Vagusnerves zum Gehirn, dort ebenfalls zu entzündlichen und degenerativen Prozessen führen können.

Während eine gesunde, ausgeglichene Darmflora mit einer dichten Barrierfunktion zu einem seelischen Wohlbefinden und einer erhöhten Leistungsfähigkeit führt.

Deshalb ist es für uns besonders wichtig bei allen psychischen Veränderungen wie Depressionen, Angststörungen, Niedergeschlagenheit,…. immer eine Stuhluntersuchung vorzunehmen und die Zusammensetzung der Darmflora zu bestimmen und die Barrierefunktion zu beurteilen, sowie eine Mineralstoffanalyse aus dem Blut im Labor erstellen zu lassen. Ein Ernährungsprotokoll des Patienten wird bei der Beurteilung der Laborergebnisse immer mit berücksichtigt, da die erste Stellschraube in Richtung Darmgesundheit immer die Ernährung ist. Danach wird der Darm wenn nötig wieder in das physiologische Gleichgewicht gebracht, fehlende Bakterien über eine angepasste Ernährung, Gabe von Pro- und Präbiotika wieder aufgefüllt. Die leeren Mikro- und Makronährstoffspeicher, werden zuerst durch orthomolekulare Medizin entweder über Infusionen oder die orale Einnahme aufgefüllt und danach wird auch hier über eine angepasste Ernährung verhindert, dass es wieder zu starken Mängel kommt.

Sollten Sie das Gefühl haben dass sie schlechter mit Stress umgehen können, häufig Niedergeschlagen sind, ängstlicher oder an Unruhezuständen und Schlafstörungen leiden, dann lassen Sie ihre Darmflora (Mikrobiota) und Ihr Blut untersuchen. Gerne können Sie auch einen Beratungstermin vereinbaren und wir können Ihnen in einem persönlichen Gespräch die nötigen Untersuchungen, Behandlungsoptionen und Kosten erläutern.

2 Kommentare zu „Gute Laune – Schlechte Laune?

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