Sinnvolle Maßnahmen um gesund und fit durch das 2. Halbjahr zu kommen

Immer wieder werden wir gefragt was man denn Vorbeugend gegen die „üblichen“ Winterkrankheiten wie Grippe, Bronchitis, Erkältungskrankheiten und die „spezielle“ Covid-19 Erkrankung tun kann.

Deshalb jetzt, wo der Herbst schon deutlich zu sehen und spüren ist einige Tipps.

An erster Stelle steht natürlich immer die Basis, welche unbestritten der Darm ist. In ihm sitzen über 80% unseres Immunsystems und wenn dieser nicht gesund ist, das heißt das Mikrobiom nicht ausreichend mit den wichtigen Bakterien besiedelt ist, oder die Darmschleimhaut entzündlich und/oder durchlässig verändert (Leaky Gut Syndrom), sowie sich pathogene Bakterien wie Klebsiellen, Chlostridien, Escherichia Coli,… , verschiedene schädliche Pilzarten wie Candida, Geotrichum oder Schimmelpilze ausgebreitet haben dann besteht erstmal dringender Handlungsbedarf und eine Darmsanierung sollte erfolgen.

Um dies festzustellen sollte spätestens im Herbst eine Stuhluntersuchung erfolgen. 

Das wichtigste Vitamin im Kampf gegen Viren ist das Vitamin C. Dies ist ein wasserlösliches Vitamin, welches der Mensch nicht selbst produzieren kann und deshalb in ausreichender Menge zu sich nehmen muss. Dies kann in ausreichender Menge aus der Nahrung nicht geschehen. Die Nahrungsmittel haben heutzutage einen Großteil der Vitamine verloren, da das Saatgut ständig nur auf Quantität und Optik verändert wurde. Studien zeigen dass ein Vitamin- und Mineralstoffverlust von bis zu 90% bei den meisten Obst-, Gemüse- und Getreidesorten „normal“ ist. Gleichzeitig aber steigt die Belastung für unser Immunsystem immer mehr an.

Eine der vielen Funktionen des Vitamin C ist die wesentliche Rolle in der Immunfunktion. Klinische Placebo-kontrollierte Studien konnten zeigen, dass eine Vitamin C Gabe, die Dauer und Schwere von Erkältungskrankheiten reduzieren, was ein Hinweis darauf ist, dass virale Atemwegsinfektionen beim Menschen durch hohe Vitamin C Spiegel positiv beeinflusst werden können. Ebenso wurde eine signifikant geringere Inzidenz von Lungenentzündungen in der Vitamin C Gruppe festgestellt. Besonders niedrige Spiegel wurden bei den Risiko-Personen ohne Substitution von Vitamin C gemessen. Dies bedeutet mit einer Grunderkrankung oder einem Risiko wie erhöhter Stress, Alter, Mangelernährung muss dringend Vitamin C substituiert werden um einen ausreichend hohen Spiegel und somit Schutz zu erhalten.

Hochdosierte Vitamin C Infusionen haben den Aufenthalt auf der Intensivstation um 7,8% verkürzt und die Sterblichkeitsrate signifikant reduziert.

In dem von Covid-19 besonders stark betroffenen Land China wurde eine aktuelle klinische Studie veröffentlicht. 50 mittelschwere bis schwere Covid-19 Patienten wurden über 7-10 Tage erfolgreich intravenös mit hochdosiertem Vitamin C behandelt. Zwischen 2 g und 10 g pro Tag in schweren Fällen bis zu 20 g pro Tag. Der Lungenstatus stabilisierte und verbesserte sich bei allen Patienten in Echtzeit. Alle 50 Patienten konnten geheilt und entlassen werden keiner starb. Die Aufenthaltszeit im Krankenhaus verkürzte sich und kein Patient erlitt Nebenwirkungen.

Auch hier unsere Empfehlung lassen Sie Ihren Vitamin C Spiegel messen und notfalls rechtzeitig und ausreichend auffüllen.

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, welches durch Hilfe der UVB Strahlung der Sonne in der Haut gebildet wird oder über Nahrung und Substitution zugeführt werden kann.

Der Vitamin D-Mangel stellt mittlerweile ein großes globales Problem dar, weltweit ist mehr als eine Milliarde Menschen aller Altersgruppen von einem Vitamin D-Mangel betroffen. 

Ein Vitamin D-Mangel gilt in mehreren Studien nachgewiesen als potenzieller Risikofaktor für verschieden Krankheiten. Hierzu gehören Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Autoimmunerkrankungen.

Die Vitamin D Konzentration im Blut nimmt mit zunehmendem Alter ab. Die Gründe dafür sind der geringere Aufenthalt in der Sonne und die verminderte Vitamin-D-Produktion in der Haut. Forscher vermuten, dass diese hohe Prävalenz wahrscheinlich zum ersten Ausbruch von COVID-19 im Winter und zur hohen Sterblichkeitsrate bei älteren Erwachsenen beigetragen hat. Einige Wissenschaftler sehen deshalb Vitamin-D-Mangel als einen mutmaßlichen Risikofaktor für COVID-19 an. Auch eine aktuelle Studie der Uni Hohenheim zeigt bei schwer erkrankten Patienten einen niedrigen Vitamin D Spiegel.

In verschiedenen klinischen Studien wurden niedrige Vitamin D-Spiegel mit Infektionen der oberen Atemwege, epidemischer Influenza, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung und allergischem Asthma in Verbindung gebracht.

Da Vitamin C ein fettlösliches Vitamin ist, ist es hier besonders wichtig den Spiegel vor einer sinnvollen Substitution messen zu lassen, denn nur dann ist gewährleistet eine ausreichend hohe Dosierung, jedoch nicht zu hoch vorzunehmen.

Natürlich spielt auch ein gesunder Lebensstil und eine abwechslungsreiche, pflanzenbetonte Ernährung, reich an Ballaststoffen eine große Rolle. Tägliche Bewegung in der frischen Luft und ein gesundes Streßmanagment.

Wie sie sehen können wir sehr viel für ein gut funktionierendes Immunsystem machen.

Alle o.a. Untersuchungen können einzeln oder auch jetzt im Zusammenhang mit unserem Herbstcheck vorgenommen werden.

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