Welche Probleme macht ein kranker Darm?

 

Denken wir an einen kranken Darm, so assoziieren wir das meist mit Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Die Symptome, die ein kranker Darm macht sind aber sehr vielfältig und beeinträchtigen mit der Zeit andere Organsysteme.

 

So kann ein kranker Darm mit der Zeit folgende Symptome machen:

Übergewicht

Untergewicht

Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Akne

Müdigkeit, Erschöpfung

Schlafprobleme wie Einschlaf-, und Durchschlafstörungen

Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen

Schilddrüsenprobleme wie Hashimoto und andere Autoimmunerkrankungen durch ein         Leaky Gut Syndrom

Blähungen/Verstopfung und Durchfall

Infektanfälligkeit

Silent Inflamation (stille, unterschwellige, ständige Entzündungen)

 

Wir wissen mittlerweile sehr gut Bescheid über das Mikrobiom (Bakterienbesiedelung in unserem Darm) und die Auswirkung auf unsere Gesundheit und verschiedene Stoffwechselprozesse.

 

So wissen wir heute dass ¾ unseres Immunsystems in unserem Darm sitzen. Dies bedeutet jedoch gleichzeitig, wenn wir nicht für eine gute Darmgesundheit sorgen, vernachlässigen wir die Gesundheit und Funktion unseres Immunsystems.

 

Durch eine lang anhaltende Dysbiose entsteht ein Leaky Gut Syndrom, dies bedeutet die Darmbarriere ist durchlässig für nicht zu Ende verdauter Nahrungspartikel welche in den Blutkreislauf gelangen, wo diese aber nicht hingehören und allerlei Reaktionen des Immunsystems hervorrufen.

 

90% unseres Glückshormones Serotonin wird im Darm aus der Aminosäure Tryptophan produziert. Somit ist es nicht verwunderlich, dass ein gesunder Darm für unser Wohlbefinden an erster Stelle steht. Patienten mit Depressionen haben fast immer eine veränderte Darmflora.

 

Wie behandeln wir den Darm wenn er aus dem Gleichgewicht geraten ist?

Der 1. Schritt ist die Regulation der Darmflora, dies bedeutet die pathogenen Bakterien zu beseitigen bzw. zu vermindern, ebenso eventuell vorhandene Pilze.

 

Im 2. Schritt werden die verminderten wichtigen Bakterien wieder mit einem passenden Probiotika erhöht.

 

Die Schleimschicht der Darmschleimhaut wird wieder verbessert indem man den beiden schleimbildenden Bakterienarten Akkermansia muciniphila und Faecaltibacterium prausnitzii ausreichend Nahrung in Form von bestimmten Präbiotika anbietet, so dass diese sich wieder ausreichend vermehren können.

 

Anschließend werden wir wenn notwendig im 3. Schritt die Reneneration der Darmschleimhaut mit dem Einsatz von für die Schleimhaut notwendigen Substanzen zur Selbstheilung anregen.

 

Der letzte und 4. Schritt sollte wenn notwendig die Unterstützung des Immunsystems sein. Hier können Infusionen oder oral eingenommene Substanzen zum Einsatz kommen.

 

Eine Darmsanierung in diesem Umfang, je nach vorhandener Schädigung und Dysbiose nimmt bis zu 1 Jahr Zeit in Anspruch. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Beschwerden relativ zeitnah zu Beginn der Therapie beginnen sich zu verbessern. Jedoch sollte regelmäßig kontrolliert werden und die Pro- und Präbiotikas nicht zu früh wieder abgesetzt. Deshalb immer Rücksprache mit dem behandelnden Therapeuten halten.

Da die Ernährung eine essentiell wichtige Rolle bei der Darmgesundheit spielt beraten wir unsere Patienten auch hier ausreichend um eine darmgerechte Ernährung für jeden individuell zu finden.

 

Nicht vergessen: Gesundheit und Wohlbefinden beginnt in einem gesunden Darm.

 

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s