Das Mikrobiom in der Krebsforschung

Warum das Mikrobiom jetzt auch in der Krebsforschung immer wichtiger wird……

2015 verspottete man den Pariser Krebsmediziner Bertrand Routy noch, als er Patienten, die eine Krebstherapie hinter sich hatten um eine Stuhlprobe bat. Seine Kollegen nannten Ihn Dr. Kacka. Als er später das Ergebnis seiner Untersuchungen präsentierte brachte dies die Spötter von einst zum Schweigen. Seine Untersuchungen belegten, dass eine bestimmte Bakterienzusammensetzung im menschlichen Mikrobiom die Wirksamkeit der Krebstherapie (hier besonders der Immuntherapie) deutlich verbessert.

  • Die Mikroorganismen, die uns besiedeln haben einen großen Einfluss darauf, welche Krankheiten wir bekommen und wie erfolgreich eine Behandlung verläuft.
  • Bestimmte Bakterienstämme sorgen bei Patienten, die eine Immuntherapie bekommen für eine besonders gute Wirksamkeit der Therapie.
  • Die Forschung ist daran die Darmflora von Krebspatienten dahingehend zu verändern, dass die Therapie wirksamer ist.

 

ABER

 

Ist dies nicht das Pferd von hinten aufgezäumt, wie es die Schulmedizin nur allzu gerne macht? Es wäre doch viel sinnvoller die Forschungen dahingehend zu betreiben durch die Veränderungen der Darmflora eine Krebserkrankung zu vermeiden und somit auch eine Therapie mit Ihren belastenden und starken Nebenwirkungen. Vielleicht ist dies ja auch gar nicht gewollt……?

Zurück zum Mikrobiom, wir wissen, dass über 80% unserer Immunzellen (Immunsystem) im Darm sitzen. Dafür muss aber gewährleistet sein, dass der pH-Wert im Darm im richtigen Bereich ist, dass die Besiedelung in Ihrer Vielfältigkeit (Diversität) vorhanden ist, keine schädlichen Pilze oder Parasiten vorhanden sind und sich die schädlichen Bakterien nicht vermehren und überhand nehmen.

Wir wissen auch, dass wenn die Darmflora erstmal verändert ist durch Medikamente, Ernährungsfehler, zu wenig Bewegung, Stress viele schädliche Stoffwechseltoxine entstehen, schädigende Bakterien überhand nehmen und die Ausscheidungs- und Entgiftungsprozesse nicht mehr ausreichend stattfinden. Dadurch entstehen Entzündungen in der Darmschleimhaut, diese wird durchlässig (Leaky Gut Syndrom) und es kommt zu einer ständigen Rückvergiftung der inneren Organe, hauptsächlich der Leber. Bereits zu diesem Zeitpunkt können überall im Körper Entzündungen entstehen, teilweise still oder auch deutlich spürbar. Autoimmunerkrankungen können daraus entstehen (Hashimoto wird häufig mit einem Leaky Gut in Verbindung gebracht), Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien (Heuschnupfen) und Stoffwechselprobleme in Form von Gewichtszunahme sind sehr häufig die Folge einer Dysbiose (Fehlbesiedelung) des Mikrobioms. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen und Burnout entstehen nicht selten aufgrund der Fehlbesiedelung in unserem Darm.

In den letzten Jahrzehnten wurden revolutionäre Erkenntnisse über die Bedeutung des Mikrobioms erlangt. Die Biomedizin wurde dadurch heftig durcheinandergewirbelt und umgekrempelt.

Die Forschung erkannte die Zusammenhänge zwischen der Darmflora und Erkrankungen von Depressionen bis hin zur Fettleibigkeit. In der Krebsmedizin kommt dies Revolution leider erst jetzt und sehr langsam an. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Zusammensetzung des Mikrobioms an Tumorerkrankungen mitverantwortlich ist.

Leider gilt das ganze Interesse der Forschung und der Mediziner „nur“ in der verbesserten Wirkung der Therapie durch die Veränderungen im Mikrobiom und nicht in der Vermeidung der Entstehung!!!

Aber vielleicht ist dies ja auch gar nicht gewollt ???? Ist das Interesse der Pharmaindustrie tatsächlich schon so groß – und der Einfluss auf die Ärzte und Forscher. Getreu dem Satz: „Schlage nicht die Hand, die dich füttert“? Man mag nicht daran denken…….

Doch das Gute ist, jeder von uns kann tagtäglich selbst darüber entscheiden schon früher etwas für seine Gesundheit zu tun, das Wissen und die Möglichkeiten um die Mikrobiomforschung und Veränderung ist vorhanden und zugänglich. Ebenso wissen wir so viel über die gesundheitsfördernden Effekte durch Veränderungen im Lebensstil und der Ernährung.

Jeder kann die Zusammensetzung seiner Darmflora untersuchen lassen und anschließend durch die entsprechende Therapie und Veränderungen in der Ernährung und der Lebensweise verbessern und ins Gleichgewicht bringen.

Tägliche, kleine Schritte in die richtige Richtung können unseren Gesundheitszustand und Wohlbefinden so sehr verbessern und gleichzeitig das Risiko an einer Krankheit zu erkranken vermindern. Wir benötigen nur die richtigen Informationen und den Willen zur Veränderung. Doch die bessere Lebensqualität und mehr gute, aktive!! Lebensjahre, die wir bekommen sollten uns dies Wert sein.

Wenn Sie sich jetzt fragen wie?…..

Ganz einfach, das Abnahmematerial für die Stuhluntersuchung bekommen Sie mit nach Hause, den Laborbogen füllen wir zusammen mit Ihnen aus und legen die Parameter fest, die untersucht werden sollen, je nach Risikofaktoren und Vorerkrankungen. Nach ca. 7-10 Tagen kommt der Befund und wir erstellen Ihnen einen entsprechenden Behandlungsplan.

Diesen besprechen wir mit Ihnen und beginnen mit der Behandlung. Die Fortschritte werden im 4-Wochen-Rhythmus überprüft. Sollte eine Ernährungsumstellung nötig sein unterstützen wir sie natürlich auch gerne dabei. Unser Anliegen ist es zusammen mit Ihnen als Patient die Ernährung so zu verändern, dass Sie einen gesundheitlichen Vorteil haben ohne auf eine für sie inakzeptable Ernährung umstellen zu müssen. Dabei suchen wir zu Beginn nach einen Kompromiss und verändern dann die Ernährung Schritt für Schritt. Sollte eher der Stress das Problem sein und weniger die Ernährung arbeiten wir zusammen mit Ihnen ein Programm zur Stressreduktion aus. Dies besteht aus einem Entspannungs- und Bewegungsprogramm passend zu Ihren Lebensumständen, Vorlieben und ihrem Zeitkontingent. Unsere Vorschläge sind meist kleine Veränderungen die sich in Ihren Alltag ohne Probleme integrieren lassen.

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch ausführlicher über die Untersuchungsmöglichkeiten und die Therapien.

Quellen: Spektrum der Wissenschaft spezial 3.19

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