Schilddrüsenfehlfunktionen-oft falsch diagnostiziert und behandelt

Schilddrüsenfehlfunktionen oder Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse wie Morbus Basedow oder Hashimoto sind nicht immer leicht zu diagnostizieren. Steht dann die Diagnose fest wird in den meisten Fällen das ausschließlich das „kranke“ Organ behandelt oder „weg operiert“. Aus schulmedizinischer Sicht wird sehr selten nach Zusammenhängen mit anderen Hormonsystemen oder Ursachen für das Ungleichgewicht der Hormonachse gesucht. Dabei tritt eine Fehlfunktion oder Autoimmunerkrankung der Schilddrüse nicht ohne Grund und nicht ohne „Vorgeschichte“ ein.

Tritt die Störung der Schilddrüse um den Zeitpunkt der Wechsseljahre auf oder während der Einnahme der Pille, so sollte immer daran gedacht werden, dass bei Vorliegen einer Östrogendominanz (was bei einem Großteil der Frauen so ist), der Körper immer in einem entzündlichen Status ist. Diese sogenannte Silent Inflamation kann dann zu einer autoimmunen Entzündung der Schilddrüse führen und im nächsten Schritt dann zu einer Schilddrüsenunterfunktion.

Eine Schilddrüsenbehandlung alleine würde nicht den gewünschten Erfolg haben, denn da sollte dann eventuell zuerst die Pille oder andere Hormone, die eingenommen werden abgesetzt werden und die Östrogendominanz bzw. der Progesteronmangel korrigiert werden. Aber um dies überhaupt festzustellen bedarf es ausser dem so gerne gemachten TSH Wert eben auch einen Hormonstatus, und den am besten aus dem Speichel gemacht.

Zusätzlich sollten auch die aktiven Schilddrüsenhormone und die Antikörper der Schilddrüse bestimmt werden.

Ein weiteres Problem bei der Entstehung von Schilddrüsenstörungen ist eine gestörte Darmflora, ein falscher pH-Wert im Darm, eine durchlässiger Darm (Leaky Gut). Denn wenn der Darm erstmal gestört ist kommt es zu einer Störung im Gesamtorganismus. Dann ist als erster Schritt eine gute Darmdiagnostik mit anschließender Reinigung/Entgiftung und einem Darmaufbau notwendig um nachhaltig Erfolg bei der Therapie anderer Organe und Erkrankungen zu erzielen. Bleibt der Darm unbehandelt wird eine andere Behandlung nur kurzfristig von Erfolg sein, jedoch nach kurzer Zeit wird die Symptomatik wieder losgehen, da ein unsanierter, kranker Darm immer ein Therapiehindernis ist.

Bakterielle Störungen im Darm führen zu Mangelzuständen des gesamten Organismus, dadurch wird der Stoffwechsel auf allen Ebenen gedrosselt, Toxine können nicht mehr ausgeschieden werden. Deshalb gilt unser Augenmerk bei der Diagnostik und Untersuchung immer auch dem Darm.

Der nächste Schritt wäre dann ein Blick auf die Ernährung zu werfen. Die heute so sehr in Mode geratenen Low Carb und Ketogenen Diäten sind für unser Hormonsystem der absolute „Supergau“. Es gibt Erkrankungen wie ein Diabetes 2 oder auch Epilepsie, in manchen Fällen auch Krebs, bei denen eine Low Carb oder ketogene Ernährung kurz- oder mittelfristig auf jeden Fall angezeigt ist. Aber es ist keine Ernährungsform für den Alltag oder um abzunehmen.

Unsere Mitochondrien (das sind die Zellkraftwerke in all unseren Zellen) gewinnen am einfachsten und schnellsten Energie aus Kohlehydraten. Wenn die Mitochondrien lange Zeit dazu gezwungen werden Energie aus Eiweiß und Fett zu gewinnen, dann sind sie nach einiger Zeit  nur noch bedingt in der Lage aus Kohlehydrate Energie zu produzieren. Das heißt die Energieproduktion von einst 100% kann dann bis auf 10% herabgesetzt sein.

Dies gilt dann für den ganzen Körper, dadurch kommt die komplette Hormonachse bestehend aus Nebenniere, Sexualhormone, Schilddrüsenhormone,….. aus dem Gleichgewicht, der Körper gerät unter Streß, die Streßhormone übernehmen die Führung, die Nebenniere wird erschöpft und daraus resultiert dann oft eine falsch diagnostizierte Schilddrüsenfunktionsstörung.

Deshalb auch hier immer ein Blick auf den Zustand der Mitochondrien und diese wieder soweit herzustellen, dass die Energieproduktion wieder ausreichend und einfach erfolgen kann. Die Energieproduktion der Mitochondrien erfolgt ausschließlich über die Aufnahme von Nahrung, d.h. rein stofflich, weder mit Lichtenergie oder anderen esoterischen Quellen können die Mitochondrien Energie produzieren. Das was Sie essen und wie Ihr Lebensstil bezüglich Bewegung, Schlaf, Gewicht aussieht ist entscheidend für die Qualität und die Anzahl der Mitochondrien.

Wenn Sie also den Verdacht einer Schilddrüsenerkrankung haben, dann sollten Sie nicht voreilig Schilddrüsenblocker oder Hormone einnehmen, oder gar die Schilddrüse operrieren lassen, bevor nicht wirklich eine ganzheitliche Diagnostik erfolgt ist. Danach können die Hormone sinnvoll eingesetzt werden. Aber immer nur in einer ganzheitlichen Therapie und dann auch die richtige Hormonersatztherapie.

Wenn Sie das Thema Schilddrüse interessiert oder Sie noch weitere Fragen dazu haben, dann informieren wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

 

 

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